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Zenhter Band. To bis Z.]
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sein Palast war nicht bloß seinen Vertraute!,, saubern einem jede«offen, und allen Bürgern gab er zu jeder Zeit willig Gehör. Beiseiner Tafel waren beständig einige der geachtetsten und angese-hensten Römer, die sich mit ihm auf die freiestc, munterste undungezwungenste Weise unterhielten. Seine Mahlzeiten wareneinfach und mäßig, und man sahe dabei nichts von der Üppigkeitder vorigen Kaiser. Obgleich er in seinem frühern kriegerischenLeben keine gelehrte Ausbildung erhalten hatte, so kannte erdoch den Werth der Wissenschaften und schätzte alle Gelehr-ten. Daher stiftete er auch Bibliotheken, und unter seinemSchutze blühet«, die Zweige der Literatur wieder auf, die un-ter Domitian gelitten hatten. Diese Beweise so vieler Tu-genden eines vortrefflichen Regenten, dessen einziges Streben warsein Volk glücklich zu machen, veranlaßten den Senat, ihm einstim-mig den Beinamen Oxrimns (derBeste) zu ertheilen, und obgleichihm derselbe schon in den ersten Zeiten seiner Regierung beigelegtwurde, so hat er sich doch desselben niemals unwürdig gemacht.Im dritten Jahre seiner Regierung nahm er zum drittenmal dasEonsulat an, welches er mit allen den Förmlichkeiten, die durchdie republikanische Verfassung vorgeschrieben waren, verwaltete.Er band sich selbst durch einen feierlichen Eid, die Gesetze zu be-obachten, und erklärte, daß sie nicht weniger verbindlich für einenguten Fürsten, als für einen guten Bürger wären. Während erdieser Magistratur vorstand, hielt Plinius die vortreffliche Lobredeauf ihn, weiche wir noch besitzen, und die uns das Bild einetvollkommenen Regenten darstellt. Im folgenden Jahre, als Tro-jan wieder Consul war, brach ein Krieg mit dem Decebalus, demKönige der Dacicr, aus, der den Kaiser zu den Ufern der Donaurief. Eine blutige Schlacht wurde geliefert, in welcher die Römersiegten, aber nicht ohne bedeutenden Verlust. Die Verwundetenwaren so zahlreich, daß Lrajan seine Kleidungsstücke zum Verbin-den hergab. Endlich wurde der dacische König besiegt, mußte umFrieden bitten, und wurde ein Vasall des römischen Reichs. Nu»kehrte Trajan zurück, und genoß die Ehre des Triumphs, undder Beiname der Dacische ( Dockens ü ward ihm gleichfalls zuer-kannt. Die beiden folgenden Jahre (102 und 10z) brachte er mitheilsamen Anordnungen und Verbesserungen im Innern seines Reichszu, legte unter andern den Hafen zu Centumcellä (jetzt Eivitave«chia) an, und bestellte (10Z) den Plinius zum Statthalter vomPontus und von Bithynien, wodurch ein Briefwechsel zwischendem Kaiser und jenem berühmten Schriftsteller veranlaßt wurde,der den klarsten Begriff von Trajans gütiger und aufgeklärter Re-gierung gibt. Unter jenen Briefen befinden sich auch diejenigen,welche die Christen betreffen, und in deren einem Trajan dem Pli-nius befiehlt: keine Versuche zur Enrdeckung der Anhänger dieserReligionSpartei zu machen; wenn sie aber vor seinen Richterstuhlgebracht würden, sie zu bestrafen; indessen sollte, wenn sie denGöttern des Staats opfern wollten, auch von Bestrafung nichtdie Rede, und das Vergangene vergessen seyn. Wegen dieser Vor-schriften hat man den Trajan unter die Verfolger der Christenversetzen wollen. Er suchte aber ausdrücklich ihre Verfolgungzu verhindern, indem er es verbot, Versuche zu ihrer Entdeckungzu machen, und nur dann ihre Bestrafung verordnete, wenn sieangeklagt wurden. Im I. 104 sing Decebalus von neuem Kriegan, und Lrajan, um desto schneller in Dacien einfallen zu kön-