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Zenhter Band. To bis Z.]
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TraianrrS 59

nen, ließ bei dem heutigen Ievcrin in Niedcrungarn eine Brückeüber die Donau schlagen, welche zu den Wundern jener Zeit undden größten Werken des Alterthums gehört. Darauf siel er inDarren ein, eroberte die Hauptstadt des Decebalus, der sich selbstumbrachte, und verwandelte dieses Land in eine römische Provinz-weiche er von andern Theilen des Reichs her bevölkerte. Bei sei-ner Rückkehr nach Rom hatte Crassus ein« Verschwörung ange-sponnen, und Trajan begnügte sich damit, ihn bloß zu verbannen.Seine angeborne Liebe zum Kriege, der einzige Fehler, den manihm als Regenten mit Recht vorwerfen kann, war durch das Glücknoch mehr entflammt, und der übrige Theil seiner Regierung zeigtihn uns hauptsächlich als siegreichen Feldherrn, dessen Absicht eswar, die Gränzen des römischen Reichs zu erweitern. Schon langewar das Verfügungsrecht über die Krone von Armenien ein Ge-genstand des Streits zwischen den Römern und Parthern gewesen.Da nun Chosrocs, der König der letzter», einen König in Arme-nien eingesetzt hatte, so ließ sich Trajan dies um so mehr als Vor-wanb zum Krieg« dienen, da auch die Parther durch innere Strei-tigkeiten getheilt waren. Er ging (ic>6) mit einem Kriegsheerenach Armenien, eroberte es (107), und machte eS zur römischenProvinz. Nachdem er seine Eroberungen gesichert, und die Hul-digungen einiger benachbarten Fürsten empfangen hatte, ging ernach Edcssa, dessen König Abgarus in seinem Betragen zwischenden Römern und Parthern gewankt hatte. Durch die Verwen-dung seines Sohnes, eines schönen jungen Prinzen, erhielt Lbga-rus indessen vom Trajan eine günstige Behandlung, und der letz-tere unterwarf sich nachmals ganz Mesopotamien. Das steinichteArabien wurde gleichfalls um diese Zeit von Trajan als eine Pro-vinz mit dem römischen Reiche verbunden. Auch unterwarf er sichalle die kleinen Könige im nördlichen Armenien zwischen dem Eu-xin und dem raspischcn Meere. Im I. 114 baute er das präch-tige Forum Lrajanum; auch wurde zu Rom die berühmte tro-janische Säule ( Loliiirnis Irajani) errichtet, die das Andenkenseiner Siege verewigte, noch jetzt vorhanden ist, und nach seinemTode auf seinem Grabe aufgerichtet ward. uz ging er auf einerSchiffbrücke über den Tigris, unterwarf sich Adrabene und ganzAssyrien, Ctesiphon und Susa, segelte sodann mit einer Flotte, auf dem Tigris bis zum Ausflüsse in den persischen Meerbusen hin-ab, und war der erste und letzte römische Feldherr, der denselbenKeschiffte. Als er in den indischen Ocean kam, verheerte er dieKüste des glücklichen Arabiens, und beklagte, wie er ein Schiffnach Indien fahren sah, nichts mehr, als daß er nicht jung genugsey, um auch dies Land zu bekriegen. Der Ruhm Alexandersschwebte um diese Zeit seinem Geiste vor; aber ungeachtet desGlanzes, welchen sein Kriegsglück über seinen Namen verbreitet,schmerzt es ein denkendes Gemüth, einen weisen, menschlichen Für-sten in einen ehrgeizigen Eroberer verwandelt zu sehen, welcher,die Rechte der Nationen nicht achtend, die theuersten Güter seineseignen Volks bloß seinem persönlichen Ruhme opfert. Er fand eineitles Vergnügen daran, seine Briefe an den Senat mit barbari-schen Namen noch barbarischerer Völker zu füllen, die er dem großenReiche einverleibt hatte; und die Erflndsamkeit der Senatoren be-schäftigte sich mit neuen Ehrentiteln und den Zeichnungen neuerTriumphbogen bei seiner Rückkehr. Allein diese erfolgte nicht.