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möglicher Erfahrung und des Philosophirens überstekge. Das Trans-zendente wird daher eigentlich dem Immanenten entgegengesetzt;immanente Grundsätze sind die, deren Anwendung sich ganz undbar in den Schranken möglicher Erfahrung kalt. Ich nenne alleErkenntniß transzendental', sagt Kant, die sich nicht sowohl mitGegenständen, sondern nnc unserer Erkenntnißart vonGegenständen (folglich mit formeller Erkenntniß), so fern diese axi-i'ori möglich seyn soll, überhaupt beschäftigt; und ein Systemsolcher Begriffs würde Transzendentalphilosvphie heißen,das System aller Prinzipien der reinen Vernunft, oder wie er siean einem andern Ort?nennt, Weltweisheit der reinen bloß specu-lativen Vernunft, wovon das Practrsche abgesondert wird. Hier-nach Hai man insbesondre der Metaphysik den Namen Trans-en-denlalphilosophie gegeben. Zn demselben Sinne nennt Kant einetranszendentale Erörterung die Erklärung eines Begriffs,als eines Princips, woraus die Möglichkeit anderer synthetischerErkenntnisse s xviovi eingesehen werden,kann, und den trans-zendentalen Schein beschreibt er als einen solchen, der, ob-schon man ihn aufgedeckt hat, noch nicht aufhört, weil er in einerVerwechselung der subjectiven Nothwendigkeit unsrer Begriffe undihrer Verbindung mit der objectiven (von unserm Erkcnntnißver-mögen unabhängigen, auch außer unserer Erkenntniß bestehenden)Gültigkeit unsrer Erkenntniß beruhe. — Indem es nun unr>r denphilosophischen Systemen einen Realismus und Idealismusgib'., denen sich der Synthetismus zugesellt (s. Synthese), sogibt es auch einen transzendentalen und transzendentenRealismüs und Idealismus. (S. den Art. Realismus ,und Idealismus). Die kantische Philosophie nennt sich auchtranszendentalen (kritischen, formalen) Idealismus.Kant selbst desinirt ihn als den Lehrbegrjff, welcher behauptet, daßalles, was in Raum oder Zeit angeschaut wird, mithin alle Ge-genstände einer uns möglichen Erfahrung, nur Erscheinungen,d. i. bloße Vorstellungen sind, so wie sie vorgestellt werden, alsausgedehnte Wesen oder Reiben von Veränderungen außer unsernGedanken keine an sich gegründete Existenz haben (i. Kant, kantischePhilosophie, Jd-alismus). Der transzendentale Realismusbetrachtet die Erscheinungen als an sich subsistirende Dinge.
Trapezunt (französisch 1>ebisoircke, tückisch sssaralaosar),eine Stadt in Kleinasien im ehemaligen Eappadocien, oder heuti-gen Notolien (Anadoly) in der türkischen Provinz Amesan, derSitz eines Paschaliks. Die Stadt liegt am schwarzen Meere zwi-schen zwei hohen Felsen, hat einen großen Umfang, weil sie vielGärten in sich schließt, aber nur iZooo Einwohner. Der Hafenwird von den Schiffen, welche auf dem schwarzen Meere Handeltreiben, häufig besucht, weil er einer der besten in diesen Gegen-den ist, und Reisende nehmen öfters von Constantinvpel aus denWeg über Trapezunt nach Erzerum, welches nur fünf Lagreisendavon entfernt ist, und dann weiter nach Persien. Es gibt hiereinen Schiffswerft, Färbereien und Kupferwerke. Ehemals hattedie Stadt ein größeres Ansehn, und gab einem kleinen Reiche,dem Träp ez un t ische n Kaiserthume, den Namen. Alsdurch die innern Streitigketten der griechischen kaiserlichen Familiezu Conflantinopel die Kreuzfahrer (Franzosen und Venetianer) ver-'»laßt wurden, Eonstantinopek zu belagern, und als.nach Erobe-