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La Trappe 6Z

rung der Stadt (1204) die regierende kaiserliche Familie vertrieben,und Balduin, Grat von Flandern, zum Kaiser ernannt wurde, er-richtete, bei der allgemeinen Zerrüttung, ein Prinz aus dem ver-triebenen kaiserlichen Hause, A l e x i u s, einen neuen kleinenStaat i» Asien, und »ahm seinen Sitz zu LravezuNt, wo er vor-her nur Statthalter war. Keine Nachfolger legten sich den kai-serlichen Titel bei. Und führten ihren Familiennamen der Co in-nen« fort. Über zwei Jahrhunderte behauptete sich dieser DeineStaat, muhte- aber endlich der türkischen Übermacht unterliegen.David Cvmnen, der zwölfte Und letzte Kaiser von Lräpezunt,wurde in seiner Hauptstadt 14Ü1 von Mahomed II. belagert, undwar, da früher schon das griechische Reich zu Eonstantinopel ge-falle» war, und ihm alle auswärtige Hülfe fehlte, genöthigt, sichmit allen seinen Schätzen dem Sieger zu ergeben, der das Landdem türkischen Reiche einverleibte. Wider das gegebene Verspre-chen führte Mahomed II. den unglücklichen David zuerst zu Con-stantinopel im Triumph auf, und ließ ihn dann mit seiner Fami-lie zu Adrianopel hinrichten. — Daß nicht alle Mitglieder dertrapezunlischen Kaiserfamilie, sondern nur 2 Söhne Davids Nebsteinem seiner Vettern, §alo Johann, hingerichtet worden, bezeu-gen Geschichtschreiber damaliger Zeit, sind ist 1» den neuern Zeitendurch die Denkschrift eines spätern Nachkommens dieser Familie»DemetriuS Comnen, dargethan worden. (Deine cie DernsirivsLonineile sur 1'eclaircisseinsnr ä'un ^>oiiit A'lcistoine ielacis äIi> sin ir-ißi^uL cke Daviä Somnäiis, clernier Dinpeieur As

ll'-edisonAe etc. karis, 1807.). Dieser Demctrius stammtaus Corsica her, und ist schon im I. 1782 durch ei» Decket Lud-wigs XVI. als echter Abkömmling der ComNene anerkannt wor-den. Ob auch die rorsicanische Familie Buonaparte von den Esm-nenen abstamme, wie in der Zeitung für die elegante Welk, i8aä.No. roy. S. 867. als eine genealogische Merkwürdigkeit erwähntwird, dieß möchte wohl noch eines wettern Beweises bedürfen.

Trappe, La, Lrap pisten. In einem 34 Stunden Nord-westlich von Paris in der Landschaft Pirche gelegenen, von Wald.und Felsen eingcschloßnen Lhale hatte Retröu, Grat von Perchtz,schon H40 eine Cisterzienserablei gestiftet, und sie Nach dem engen,schwierigen Eingänge in dieses Thal la trappe (die Fallthüre)genannt. Diese im ryten Jabrhunderte kaum noch 7 Mönche zäh-lende Abtei siel i6z6 durch Familienverhällnisse dem zchnjährigt»Junker Jean Bouthillier de Rante als ein- geschäftslose Pfründezu. (S. d. Art.) Rance wurde nach einer in Ausschweifungen ver-geudeten Jugend einst durch den Anblick der verstümmelte» Leiche xineKgeliebten Mädchens plötzlich so erschüttert, daß er förmlich in denMönchsstand trat, und 1664 als regülirter Abt von la Trappeeine Reform seines Klosters Unternahm, die, unter allen die här-teste, viel Bewunderung Lei den Andächtigen, aber wenig Nachah-mung fand. Die Lrappisten beten täglich it Stunde», ihreÜbrige Zeit bringen sie bei harter Arbeit und in schweigender Be-trachtung zu. Außer den gottesdkenstlichen Gebeten und Gesängenund dem Memdnto mvri, womit sie einander begrüßen, darf keinWort über ihre Zunge kommen, denn auch ihre Wünsch« und Be-dürfnisse geben sie nur durch Zeichen zu erkennen. Ihre kärgliche.Nahrung besteht in Früchten Und Gemüsen; Fleisch, Wein undButter rst ihnen gänzlich untersagt, Von dem» wo.S in il» Welt«sn». kex. 4te Aufl. X. L