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nes Kaisers, und schwang sich zu den höchsten Staatsämtern em-por. Er war Magister oKcloruir, > sacri prisarü

und Eonsul, aber seine Laster machten ihn verhaßt, und wegeneines Volksaufstandes wurde er gzr nach Chr. Geb. entsetzt. Erwar außerordentlich geizig und bestechlich. Durch seine Fähigkei-ten und Kenntnisse gewann er sich wieder Justinians Vertrauen,der ihm und neun andern Rechtsaelehrten die Anfertigung derverschiedenen Sammlungen der Gesetze, die den größten Theil desjustiniancisthe» Gesetzbuches (oder des corxus zuris aivilis) aus-machen, übertrug. .Er soll ein heimlicher Feind des Christenthums, unddem Atheismus und der heidnischen Religion ergeben gewesenseyn, welches aber vielleicht bloß auf ungerechte Beschuldigungenseiner bigotten Zeitgenossen sich gründet. Er starb 546 nach Chr.Geburt,

Tribunal hieß bei den Römern ein erhabner Ort, eineBühne, wo der Prätor (s. d. Art.) auf seiner seil.-- curiiüzsaß, wenn er Gericht hielt; seine Räthe oder Gerichtsbeisitzersaßen neben ihm. Auch in den römischen Lagern hatte der com-mandirende General ein solches, von Rasen gemachtes Tribunaloder Bühne, wo er über die vorgefallenen Aachen entschied,' Tri-bunal heißt also keineswegs ein Richtcrstuhl. — Die Franzosenhaben daraus das Wort Bribuno gemacht, und verstehen dar-unter einen erhabnen Ort, von welchem man sich Andern zeigt,«ine Bühne, z. B. Rednerbühne; auch eine gewiss« Arr Empor-kirchen in großen Kirchen. Die Bedeutung Gerichtshof ist erstin den neuern Zeiten aufgekommen.

Tribunat. Die französische Republik hatte gleich nach ih-rer Entstehung, wenn auch selten in der Sache, doch in den Na-men eine Menge Einrichtungen der alten., Republiken Roms undGriechenlands nachgeahmt, unter welcher sich denn auch das -Tri-bunal befand, ein Körper von ioc> Personen, bestimmt über dievorgeschlagenen Gesetze zu debattiren, die Gründe dafür und da-gegen aber und besonders das Resultat seiner Untersuchungen demgesetzgebenden Körper vorzulegen, der denn schweigendstimmen, und das Gesetz annehmen öder verwerfen sollte. . Dieswar wenigstens Zweck und Verfahren des Tribunals, als Napo-leon Bonaparte Consul wurde, und die Constitution neu gegrün-det hatte. Die Mitglieder selbst sollten von Zeit zu Zeit zumgten Theil heraustreten, und durch neue ersetzt werden. Jusofern nun alle neuen Gesetzvorschläge hier die Musterung pas-siren mußten', und die besten Köpfe hier einen weiten Spielraumhatten, ihre Talente glänzen zu lassen, so war dies Corps einSchutzpfeLler der Freiheit, und mußte seinem Zweck um so m-hrgenügen, je mehr die größten Rednertalente und freisinnigstenMänner in demselben mit einander wetteiferte». Namentlich zeich-neten sich Lucian Bonaparte, Carnot, Benjamin Con-stant aus. Allein ihre freimüthigen Ansichten und Erörterungen,ihre festen, muthigen Erklärungen gegen die Schritte des kon-sularischen Despotismus scheiterten gar bald an der Macht, ander Festigkeit der inzwischen emporgekommen«» kaiserlichenGewalt, an der Bestechlichkeit des gesetzgebenden Körpers,der ihren Resultaten erst das Siegel aufdrücken konnte, an denCabalen, die Bonaparte anwandte, die b-steu Köpfe zu entfer-nen, als igoZ ein Fünftheil erneuert weichen mußte, und statt