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zetrugen wurde, mit Ärmeln versehen und auch von Sinnen war, sshieß und kam fast ganz mit unserm Hemd überein. I
Lunis rst eine Stadt in der Aarbarei, in dem Innern eines sBusens am mittelländischen Meere. DaS Gebiet derselben ist be-trächtlich und gränzt im innern Lande und längs der Küste gegenWesten hin an Algier und gegen Osten an Tripolis. Nach der Zer-störung Carthago'S hatten die Römer in der Gegend des jetzigenLunis ein neues Carthago erbauet, und mit kölnischen Einwoh-nern bevölkert, welches bald eine der wichtigsten Städte der alten ,Welt wurde. Sie 'ward aber nachmals von den Arabern zerstört, kund nun kam Lunis, vorhin ein unbedeutender Ort, empor. Diestcilianilchen Normänner, welche sich der Stadt Tunis nachher be-mächtigten, wurden wieder von Abdalmamun aus Marocco vertrie-ben. 15Z0 entstanden innere Unruhen in diesem Staate und daunternahm Kaiser Karl V. seinen berühmten und glücklichen Zugdahin. Er schlug die Türken unter Hariaden oder Hairadin Bar-barossa, welche sich unter dem Schein, dem Thronbewerber Alra-schid beizustchen, der Stadt bemächtigt hatten, und drang in dieStadt ein, wo seine Soldaten viele Gräuel verübten, und eineherrliche Sammlung arabischer Bücher verbrannten. Hassan, Alra-schids Gegner, wurde aber wieder als Vasall von Spanien aufden Thron gesetzt. 1570 ward Amida König von Lunis, vo»den algierischen Türken verjagt, und Philipp II. von Spanienschickte, um seinen Vasallen zu schützen, den Don Juan d'Austriamit einer starken Flotte nach Tunis. Die Türken entflohen, allein .statt des den Seinigen verhaßten Amida, wurde Mehemed, einBetter von ihm, zum Könige gemacht. Don Juan ließ zumSchutze der Stadt ein Fort anlegen, doch schon 1574 eroberten die ^Türken sowol LuniS und Golletta von neuem, als auch das Fort,wobei sie freilich viele Menschen verloren, aber auch die spanischenSoldaten sämmtlich theils todtsten, theils zu Sklaven machten, wel-ches Schicksal selbst die spanischen Befehlshaber Serbellvni undPucrtvcarrtro betraf. Hierauf ward eine türkische Regierung undMilitarvcrfassung eingeführt. Der Divan, das vornehmste Colle-gium, erhielt einen Aza zum Vorsteher, der es immer 6 Monatelang blieb, und ein Pascha übte Namens des Großherrn die höch-ste Gewalt. Ungefähr 15 bis lü Jahre erhielten sich die Uga'Sals Vorsteher des Divan, da ward durch die Empörung der Milizeine Veränderung bewirkt, und ein Dey für beständig als Staats-oberhaupt eingeführt. Innerliche Unruhen zerrütteten von jetzt andiesen Staat, t68ü bemächtigen sich sogar die Algierer desselben,und übten viele Grausamkeiten aus. Sie wurden freilich mitGeld abgekauft, aber die fortdauernden innern Zwistigkeitcn gabenden Algierern selbst noch bis in das rgte Jahrhundert häufige Ge-legenheiten sich in die Angelegenheiten dieses ihres Nachbarstaatszu mischen. — Die Einwohner von Lunis sind ein Gemenge von »alten Afrikanern, Nachkömmlingen der Wandalen, Araber, Türke»und Renegaten aus allerlei Nationen. Die Stadt liegt an derSüdseite des Meerbusens von Golletta, hat eine deutsche Meile imUmfange, und ist mit Mauern und einer guten Citadelle versehen.
Die Häuser sind niedrig, die Straßen schmutzig und eng, um ge-gen die Sonnenhitze zu schützen. Die Zahl der Einwohner beträgtgegen 150,000, unter denen M,ooo Juden sind, die hier 8 Syna-gpgcn haben« Die Gesundheit der Lust, die durch die Unreinlich-