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ander« Zustand reingeistigeu Lebens. Die Lehre der Unsterblichkeitder Seele findet fich in allen Religionen, erbebend und tröstend indiesem Leben, und nur wenigen reinen Materialisten erschien sieals ein Unding, dessen Möglichkeit sie bestritten (s. d. Art. Fort.dauer) — Die Idee der Fortdauer haben die Völker und Zeitenverschiedenartig moSificirt. Nach Herodot behaupteten die Ägyxterdie Unsterblichkeit der Seele, ließen sie aber Zooo Jahr lang einenKreislauf durch alle Geschöpfe machen. Nach Plutarch dachten siesich einen unterirdischen Ort zur Fortdauer der Seele (s. d. Art.Unterwelt). Wahrscheinlich gab es der Zeit nach zwei ver-schiedene Ansichten. Die-erste Zeit, aus der das Mumistren unddie Rekropolen herstattnnen, scheint nur eine materielle Fortdauerbegriffen zu haben: später aber scheint in den Osiris-Mysteriendie Idee moralischer Unsterblichkeit bald herrschend geworden zuseyn. Die Griechen entlehnten die Idee ihres Hades von denÄgyptern. Den vvrhomerischen Griechen scheint die Seele auchNur als das durch Athemholen und Pulsschlag sich zu erkennen ge,Lende Lebensprineip erschienen zu seyn.
Unterleib, der untere Theil der Rumpfes des menschlichenKörpers, dessen Ansang man von der Gegend der Herzgrube nachbeiden Seiten aus den kurzen Rippen hin bis an das Rückgrat.)bestimmt. Man unterscheidet äußerlich besonders folgende Gegen-den an demselben. Die Herzgrube, da, wo der Knochenansatz derBrustbeins fich endet; die Hypochondern, die auf beiden Seitenvon den kurzen Rippen bedeckt sind, die Nabelgegend, in derMitte; die Lendengegenden, auf beiden Seiten unter den Hypo-chondern; die Hüftgegend, unter den vorigen, mit den Hüstkno«chen; die Weichcnaegrnd, in der Beugung, wo Schenkel und Un-terleib zusammenkommen. Die Unterleibshöhle ist obenweit, unten enger. Sie wird gebildet oben von dem Zwerchfell,welches sie von der Brusthöhle abscheidet, hinten von dem Rück-grat!,, zu beiden Seiten von den kurzen Rippen und zum Theil vonden Bauchmuskeln, vorn durch die nämlichen, nach unten durch dieKeckenknochen. Sie enthält die meisten Eingeweide in sich, dieWerdauungsorgane, die Organe der Urinbcreitung und Aussonde-rung, und die innern Geschlechtsorgane. In der Gegend der Herz-grube liegt der mittlere Theil und das rechte Ende des MagenSmit dem größten Theile des Zwölffingerdarms, dem linken Lappender Leber, dem kleinen Netze, und einem Theil der Bauchspeichel-drüse (Pankreas). In dem rechten Hypochonder liegt der rechteLappen der Leber, Und der rechte Theil des Quergrimmdarms.In der Gegend des linken Hypochonders liegt der blinde Sack drSMagens, die M>lz, der schmälere Theil des Pankreas, der linkeTheil des Quergrimmdarms, mit den daselbst befindlichen Netzen.In der Nabelgegend liegen, von dem großen Netze bedeckt, bisWindungen des dünnen Darms. In der rechten Lendengegrnd lie-gen die rechte Niere und der aufsteigende Grimm - (Dick-) Darm;in der linken Lendengegend die linke Niere und der absteigendeDickdarm. In der rechten Hüftgegend ist der Blinddarm, in derUnken der absteigende Dickdarm und ein Theil der LkörmigenKrümmung. In der Gegend der Weichen liegen die WeichendrS-sen, tiefer unten im Becken liegt nach vorn die Harnblase, hinterd:e!er der Mastdarm, zwischen beiden bet dem weiblichen Geschlechtder Fruchthälter. In dem Unterleib ist der Hauptsitz des Schal-
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