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Zenhter Band. To bis Z.]
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223 Unterleib

tmigs- (ReprvductionS-) Systems des Körpers. Dke Werbauungs-»rgane sind es, die vorzüglich den Raum ausfüllen (s. d. Art.).Der Unterleib steht daher im Gegensatze mit dem Oberkörper, wel-cher die Brusthöhle enthält. Wie dieser der Aufnahme und demEinfluß der Lufrstoffe, so ist jener der Ausnahme und der Verar-beitung der irdischen, grober materiellen Stoffe gewidmet, undbeide haben ihren Bereinigungspunkt im Herzen. Diesem ge-mäß gehen die Verrichtungen der Unterleidöorgane dahin, den ir-dischen Stoff von außen aufzunehmen unk zu verarbeiten, diebrauchbaren Theile zurückzubehalten und die unbrauchbaren fort-zuschaffen, aus dem Blute selbst das Übermaß gewisser materiellenStoffe durch deren Ab - und Aussonderung zu entfernen und derErhaltung des Geschlechts zu dienen. Der Antheil von der allge-meinen Blutmaffe des Körpers wird den Organen des Unterleibesdurch die große unmittelbar aus dem Herzen Herabsteigende Schlag-ader (Korca llesoenäsnz) zugeführt. Das Blut im Unterleib« hat«inen eigenthümlichen Umlauf, der von der Cirkulation in andernTheilen des Körpers abweicht. Alle die Verzweige, welche dasWiut von dem ganz-n Darmcanal wieder aufnehmen und zurück-führen, vereinigen sich in Einen Stamm, Pfortader genannt, wel-cher i« die Leber eingeht, daselbst sich wieder in ein eigenes Ader-system ausbreitet und entfaltet, und der Leber den Stoff zur Gas-lebereitung liefert, wornach LaS Blut sich wieder in Zweige undÄste sammelt und diese sich mit dem Stamm der untern Hohlvenevereinigt. Von der Thätigkeit des Leberorgans in der Gall-berei-tung hängt also der Umlauf des größten Theils der Blittmasse»m Unterleibe ab. Das Nervensystem des Unterleibes hat gleich-falls seinen eigenen merkwürdigen Charakter (s. d. Art. Nerven),eS breitet sich nämlich in der Unterlcivshöhle aus, und versiehtdie Organe mit Netzen und Fäden, allein nicht symmetrisch, sondernzerstreut, ohne gemeinschaftlichen Fegelmäßigen Centralpunkt, durchFäden mit einander verbunden, durch Knoten wieder einigermaßenvon einander getrennt, wenigstens unabhängiger gemacht. Dieses»eproouilive Nervensystem beherrscht also zwar alle Verrichtungender Unterleibsorgane, allein nicht etwa nach bestimmten Richtun-gen hin oder auf einmal, sondern successive, indem eins nach demandern folgt, eins das andere erregt. Es pflanzt auch die Eindrücke,die auf dasselbe wirken, nicht auf das Gehirn fort, erregt als»,keine Empfindungen, sondern nur dunkle Gefühle im Bewußtseyn(s. d. Art. Gkmcingefühl). Eben so steht es auch der EinwirkungVvm Gehirn nicht so offen, wie die mit dem letztern unmittelbarzusammenhängenden Nerven. Das Nervensystem des Unterleibesist daher als eine Region für sich zu betrachten, die bloß zur Lei-tung und Regulirung der zur Reproduktion gehörigen Funktionenbestimmt ist. Diese Eigenthümlichkeiten in dem Blutumlaus unddem Nervensystem des Unterleibes gibt auch den Krankheiten des-selben einen besondern Charakter. Zu den Unterleibskrank-heiten gehören zwar im allgemeinen alle die Krankheiten, welcheden Umfang des Unterleibs oder die in der Höhle desselben befind-lichen Organe betreffen; allein gewöhnlich versteht man darunterbesonders gewisse langwierige Kränklichkeiten, welche in der fehler-haften Beschaffenheit und Funktion eines der größern und wichti-gern Organe des Unterleibes, oder in einer anhaltenden Unregel-mäßigkeit des Viutlkmlaufs, «der in einer dauernden Verstimmung