2 Zv UnLcrchanrn Unterwaloen
MagenkrampfeS und der allgemeinen Krämpfe und Eonvulsssnmbekannter sind (s. d. Art.). Bei der Cur dieser genannten chro-nischen Unterleib Skrankheiten kommt es zuvörderst auf dieErforschung der Ursachen an, welche zum Grunde liegen, und der-jenigen Organe oder Systeme, welche ursprünglich angegriffen sind.Bei dem örtlichen Leiden einzelner Organ« muß durch specifischeMittel zunächst auf diese gewirkt werden. Bei Stockung desWlutumlaufs im Unterleib«, Anhäufung von Venenblut, daher rüh-render Anschwellung der Blutadern des Darmcanals, der Milz,des Magens, selbst der Leber, muß besonders eine Erhöhung undRegulirling der Function der Leber zum Ziele genommen werden.Blutverminderung durch Aderlaß ist ahne reellen Ruhen; die, wel-ch« von der Retur selbst aus den leidenden Blutgefäßen veraustal«Set wird (zuweilen periodisch, wie bei manchen Arten von Blut-brechen, bei den Hämorrhoiden), ist zwar die zweckmäßigste in An-sehung der Erleichterung der Beschwerden für den Augenblick, ver-schafft aber keine dauerhafte Besserung, macht also den Gebrauchber auf die Ursache wirkenden Heilmittel nicht überflüssig. DieEur der Krankheiten dritter Classe, nämlich der Unterleibonerven-krankhsiten, muß dahin gerichtet werden, die krankhaft erhöhteRerventhätigkeit zu beschränken, zu reguliren. Dies geschieht ent-weder durch unmittelbare und allgemeine Einwirkung auf da«Nervensystem des Unterleibes, auf das Gangliensystem, vermittelstmagnetischer Einwirkung (s, d. Art. Magnetismus), oder durchmittelbare und partielle Erregung einzelner Aervsnpartien be-stimmter Organe und dadurch Statt findende Ableitung der exce-direnden Nerventhätigkeit auf andere Objecte, besonders durch diedadurch bewirkte Erschöpfung derselben i» einem ProductionSge-schäfte. Die vorgefaßte Meinung, daß diese Krankheiten vonSchwäche (Nervenschwache) herrührten, und daher mit stärkende»Mitteln behandelt werden müßten, gereicht den Kranken zum Ver-derben, weil nicht Schwäche der Rerventhätigkeit, sondern Exceßund Unregelmäßigkeit derselben und Übermaß der Empfindlichkeit(Empfänglichkeit für Eindrücke) Statt findet, demnach die stär-kenden und sogenannten Nervenmittel (krampfstillende Mittel) den Ex-peß der Nervenmittel vermehren, verlängern, den Zufluß des Blute»»ach dem Unterleibe verstärken, oft entzündlichen Zustand ver-anlassen. 8.
Unterthanen. Der Gang der Geschichte bildete erst Her-ren und Knechte, ehe Glieder eines vernünftig gebildete» Staatesim Lauf der Zeiten hervortraten. Durch diesen GeschichtSgangwurde auch das Wort und der Begriff Unterthan, als der Knecht«ines Einzelnen, gebildet, die Zeit aber hat eine Umwandlungdesselben bewirkt, und kennt jetzt eigentlich nur einen Unterthanbei Staats oder der Staatsgesetze. Nach dem stehende»Rechte gibt es unmittelbare Unterthanen des Regenten, oder auchUnterthanen eines Unterthanen. Die fortgeschrittene Civilisationhat aber die Willkür in dem Verhältniß zwischen Herr und Unter-thanen aufgehoben, und da« Gesetz dazwischen gesetzt, wornach dieVerhältnisse nur noch in einer bestimmten Leistung und einem ge-setzlichen Gehorsam gegen den Herrn bestehen. Daher Unter-thanenpflichten, u. s. y>-
Unterm alden, einer der kleinen Waldcantone HelvetienS,im Mittelpunkte des Landes, ei» Hirtenland, da» nur iz Q.Mest