Unterleib rry
des Nervensystems des Unterleibes ihren Grund habe». Unter denKrankheiten der ersten Classe sind die vorzüglichsten: di« Verdau-ungsbeschwerden (s. d. Art. Verdauung), welche theils in Man-gel^an Eßlust, krankhafter Eßlust, fehlerhafter Absonderung^ desMagensaftes, Säure und Schärfe im Magen, dergleichen im übri,gen Darmkcnal, woher langwierige Durchfäile aller Art entstehen,theils in Abnormität her Organe selbst, Verhärtung des Magens,gewöhnlich am Magenmund oder am Aurgang desselben, Verenge-rung einer Partie der Gedärme, Geschwüre in dem Umfang die-ser Theile, bestehen. Auch die Krankheiten der die Verdauung un-terstützenden Organe, der Milz, des P>,.ckceas und vorzüglich derLeber, gehören hierher (s. diese Art.), Die zweite Classe der Un-terleibskrankheiten beruht auf einem Mißvcrhältmß der Thätig-keit des arteriellen und des venösen Blutsystems im Unterleibs,indem der Rückfluß des Blutes nicht in dem Maße geschieht, alsder Zufluß es nöthig machte. Indem nämlich d?r Zufluß des Blu-tes nach den Organen des Unterleibs durch die Arterien, nament-lich durch die «rteria coeiino» ungehindert und unaufhörlich, oftnoch durch besondere Nerze vermehrt, Statt findet, zugleich aberder Rückfluß des Venenblutes aus dem ganzen Darmcanal, durchdie Gekrösvenen, aus der Milz durch die Milzvene, von dem Ma-gen und dem Zwölffingerdarm durch die Kranzvene (von» couuiiL->i») des Magens und die von» llnockonalis in di« Pfortadevlangsamer vor'sich geht, so muß nothwendig eine Anhäufung von .B-nenblut in den Blutgefäßen der benannten Theile, Druck deraulgetriebcnen Adern, Stockung des Blutes in denselben, und da-durch eine Reihe mancherlei krankhafter Zufälle entstehen, von de-nen besonders die Hämorrhoideu, Blutflüsse aus dem Darmcanal,Blulbrcchen, Magenkränipfe, Milzkrankheilen, öfters vorkommen.In Rücksicht der Ursache dieser Krankheiten kommt die Leber inbesondere Betrachtung, von deren Thätigkeit hauptsächlich dersr-ie Rückfluß des Venenblutes aus dem Unterleibs abhängt. Dennje lebhafter die Leber ihre Funktion, die Bereitung der Galle ausdem Benenblute der Psortader, ausübt, desto schneller ist der Um-trieb dieses Blutes in der Leber, und der Rückfluß aus derselbenin die unsere Hohlader; je träger hingegen di? Funktion der Leberist, resto langsamer ist der Verbrauch des Venenblutes aus derPwrtader, desto mehr häuft sich demnach das Blut in den Venendes Darmkanals, des Magens, in der Milz u. f. f. an. Hierzukommt dann noch um so öfter eine Krankheit aus der drittenEiaffe, da Verstimmung des Nervensystems schon an sich störendauf die Funktion der Leber wirkt, und wiederum jede Abnormitätderselben zunächst in einer Abweichung der Herrschaft des Nerven-systems über die Funktion der Leber gegründet seyn muß. ESkann aber auch die Verstimmung des Rerstrnsystems des Unterlei-bes von dem Rervengeflechte eines andern Organs des Unterleibesz. B. den weiblichen Sexualsrgonen, ausgehen, und sich von daüber das ganze Nervensystem des Unterleibes ausbreiten. DieseVerstimmung äußert sich vorzüglich durch eine krankhafte Empsind-lrchl.ett, dnrch eine fehlerhafte Einwirkung (i«aoiso) auf dee Or-gane und daher rübrende Irregularität der Funktionen, und durcheinen stürmischen L>ertritt der Nervrnthätigkeit aus den Unter-Icibsnervcn bis in die Nerven des Gehirnsystems. Daher die Zu-fälle, welche unter dem Namen der Hypochondrie, der Hysterie, des