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254 Valenciennes Valerianus

gehörte sie von Alters her zur Krone Aragon, war eine Zeit langvon den Mauren eingenommen, und hat zwar ihre Borrechte 1814verloren, doch aber noch ihr eignes Provinzialrecht und Audienzbehalten. — Die gleichnamige Hauptstadt liegt in einer höchst reizen-den und fruchtbaren Huerta am Türia, ist ziemlich groß, gut ge-baut und zählt 5290 Häuser und xo,oc>c> Einwohner. Sie ist derSitz des Generalcapitains von Valencia, eines Erzbischofs, einerkönigl. Audienz, einer Universität, einer Akademie der bildendenKünste und einer ökonomischen So'cietät. Die kiesigen Seidenzcug-und Strumpfwebereien beschäftigen Z618 Stühle und mehr als22,000 Menschen; um die Stadt her stehen gegen 50 Papier-mühlen.

Valenciennes, eine französische Stadt und starke Festungan der Schelde, im Departement Norden. Sie hat eine starke, vonBauban erbaute Citadelle, die, wie die Stadt, mehrere hartnäckige Be-lagerungen ausgehalten hat, und zählt in 2500 Häusern i6,yizEinwohner, die nicht allein vortrefflichen Battist und Linon, wo-von jährlich gegen 50,000 Stück auswärts gehen, sondern auch diebekannten äenrsllos äs Vslsnoienne» in größter Vollkommenheitliefern.

Balentinian. Diesen Name» führen drei römisch« Kaiser.Balentinian I. kam ZS4 zur Regierung, und theilte diese mitseinem Bruder Valens, dem er das Morgenland überließ. Zwartapfer, aber roh und unwissend, und den gröbsten Ausschweifungenergeben, vermochte er nicht, den Verfall des Reiches abzuwehren.Er starb, nachdem er gegen die slavischen und teutonischen Völkervergebens gekämpst halte, A75. — Balentinian H., des Vo-rigen Sohn, regierte unter der Vormundschaft seiner Mutter Zir-stina, und wurde von einem fränkischen Feldherrn, Arbogestes,Zy2 erschlagen. — Balentinian Hl. saß vom Jahr 425—45;auf dem kaiserlichen Throne, und sah in dieser unglücklichen ZeitSpanien Lurch die Suevcn und Westgothen, Gallien durch dirFranken verloren zehrn, und Italien von den Hunnen unter At-tila verwüstet werden. Rlchtswürdig und wollüstig kam er durcheine Verschwörung um.

Valentinianer, s. b. Art. Gnostiker.

Valerianus (PubliuS Licinius), römischer Kaiser von 250bis 2Ü0 der christlichen Zeitrechnung, geboren iyo. Er stammteaus eineiw'eslen Geschlechte und hatte sich als Feldherr in ver-schieden«» Kriegen, so wie überhaupt durch seinen großen und vor-wurfsfreien Charakter, ausgezeichnet. Ais einer seiner Vorgänger,der Kaiser Decius, um den Verfall des römischen Reiches zu hem-men, das in Rom chmals gewöhnlich gewesene Amt eines Cen-sors wieder einführte, wurde Valerian von dem Senate einstimmigfür diese Stelle gewählt. Aber kein Censor konnte damals mehrdie ganz gesunkenen Sitten der Römer wiederherstellen. Balcrianwurde, wie verschiedene seiner Vorgänger, von den Legionen zu«Kaiser ernannt. Da er schon sechzig Jahr äst war, als er dieseWürde erhielt, wollte er sie, vielleicht im Gefühle seiner Schwäche,mit einem Andern theilen, und wählte seinen Sohn Gallien z»aMitregenten. Aber die Lage des römischen Reichs war damalsso beschaffen, daß die ganze Periode ihrer vereinigten Regierungfast nichts als Berwirr'mig im Inner» d«s Rcicks, und von au-ßen wiederholte Angriffe fremder Volker, der Deutschen, Bothen