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Zenhter Band. To bis Z.]
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Larican Vauban 27s

wir mit seinen Einsprüchen und Rechten an die Stelle des Vaterstritt. Eine glückliche Harmonie zwischen den Rechten de« Vater«und des Staates herzustellen, ist für jeden Gesetzgeber eine wohlzu berücksichtigende Aufgabe, indem durch zu große daßheit derFam-lienbande die vollkommene Entwickelung des Menschen ge-stört wird.

Vaticon, der größte Palast des heutigen Roms, aufdem vatikanischen Berge erbaut, von welchem er den Namen er-halten hat. Es ist ein weitlauftiges, aber nicht regelmäßiges Ge-bäude, das 22 Höfe und 11,000 Zimmer enthält. Mehrere Päpstehaben an demieibe» gebaut und es ist erst unier Sixt V. lch i§yo)vollendet worden. Hier ist die berühmte vaticanische Bibliothek,aus welcher unlängst oje ehemals von der Heidelberger Bibliothekweggeführten Irterarischen Schätze zurückgegeben worden sind. DerV-rican ist mit dem wegen seiner Statuen berühmten Belvedereund -mit der Enqelsburg verbunden. Hier wird auch das Conclavezur Wahl eines ^neuen Papstes gehalten (s. d. d. Art. Rom). Dader Papst gewöhnlich in dle^em Palajee wohnt, so wird die Be-nennung Aatican auch oft für die päpstliche Regierung selbstgebraucht.

Vauban (Sebastien le Prsstre de), Marschall von Frank-reich, der größte Ingenieur, den Frankreich hervorgebracht hat,war geboren den isten Mai röZZ und nahm im i7ken JahreKriegsdienste Seine Talente und sein außerordentliches, Geniefür die Besestigungskunst zeichneten ihn sehr b,!d bei den Belage-rungen von St. Menehard (lögZ), von Steno (yiözg) und bei an-dern Gelegenheit, n rühmlichst uns, und seine Verdienste erhobenihn zu den ersten militärischen Würocn. Er wurde löüg zumGouverneur von Lille (Ryffel) — dessen Befestigung für sein Mei-sterwerk gehalten wurde — und im folgenden Jahre zum Gene-ral- Commlssär aller französischen Festungen ernannt. Im I.ibgy erhielt er das Eommando an der flandrischen Küste und 170zden Marschallsstab. Er starb zu Paris den .gasten März 1707, ält7z Jahre. Vauban gehört zu den großen Männern in Frankreich(Turenne, Condc und Surembourg), welche die Kriegskunst vervoll-kommneten, und dadurch Frankreich eine so große Überlegenheit überandre Mächte eine geraume Zeit hindurch verschafften. Er hat dieKunst, Plätze zu befestig-n und feste Plätze anzugreifen, auf ei-nen Grad der Vollkommenheit gebracht, den man vor ihm nichtkannte; sein System ist noch immer unter dem Namen von Bau-bans Manier bekannt. Er hat mehr als Zoo Plätze befestigt,und die Belagerungen von 5Z Festungen dirigirl, kam aber nieselbst in den Fall, sich in einer Festung vertheidigen zu müssen.Als im Anfange des iFten Jahrhunderts, im spainsch-n Erbfolge,kriege, das Knegsalück von den französischen Heeren wich. gingenaucb die beiden wichtigsten W rke Baubans, die Festungen Landau(1704I und Lilie (1708), verloren. Man schreibt ihm ein sehr ge-schätztes Werk über die Befestignngskunst zu. Vaubans Thätigkeiterstreckte sich auch auf andre Gegenstände; er war Statistiker undpolitsscher Arilhmenker. Es wird ihm ein Werk: krojol «i'urisOixirie Normte-, zugeschrieven; in diesem ist eine bis dahin nichtgemachte Berechnung des Flächeninhalts und der BevölkerungFrankreiNs enrhauen. Auf lcr,:glichen Befehl, den V-uban ver-anlaßt hatte, mußten die Intendanten der verschiednen Provinzen