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läßt, aber, von der Schwere dieser Stromes wieder zugedrückt, desRückgang ihm versperrt.
Ventilator ist eine Borrichtung, durch welche aus einge-schlossenen Räumen, z. B. aus Zimmern, Hospitälern, Schiffen rc.,die verdorbene Luft hlnweggeschafft und frische hineingebracht wirb.Schon 1711 hatte der zellerfeldische Mäsa mendirecror, Joh. I u-stus Bartels, der 172t starb, eine solche Maschine angegeben;allein der Engländer Stephan Hales gerieth 1741 auf densel-ben Gedanken, und verschaffte auch seiner Erfindung allgemeinenEingang. Au der nämlichen Zeit kündigte auch der schwedische Jn-genieurcapitain Marti» Lriewald der London-Societät dieErfindung einer Maschine an, die Lust auf den Schiffen zu erneu-ern. Diesen folgten dann mehrere Mechaniker, die sich die Ver-vollkommnung der Ventilatoren zum Ziele nahmen. --- In Zim>mecn hat man oben in den Fenstern sogenannte Rad Ventilato-ren, durch welche ebenfalls reine Lust in die Zimmer gebrachtwird.
Genus (Astran.), ein Planet unsers Sonnensystems, der eisvorzüglich schönes Licht hat, und der prächtigste Stern am Him-mel ist. So lebhaft auch sein Licht ist, so ist cS doch nicht fun-kelnd oder zitternd. Wenn er im Frühjahre und im Herbste sei-nen größten Abstand von der Sonne erreicht hat, dann zeigter sich in seinem vollen Glänze. Er bewegt sich innerhalb der Erd-bahn um die Sonne, und ist dieser anderthalb«»! näher, als esdie Erde ist. Sei» Körper ist größer als unser Erdkörper. DurchFerngläser beobachtet, zeigt die Venus große blasse Flecken — ei«deutliche Anzeige von einer Atmosphäre, «end von Bergen und Lht- 'lern in derselben. Dies ist besonders zu der Zeit beobachtet «er-den, als die Venus, nach dem gewöhnlichen Ausdruck, durch dieSonne, oder eigentlicher zu reden, vor der Sonne vorüberging.Dieser sogenannte Durchgang der Venus durch die Sonne, wel-cher darin besteht, daß die Venus zwischen der SonneiUchcibe undunserer Erde vorübergeht, und alsdann wie ein schwarzer Fleckauf der Sonnenscheibe erscheint, hat sich am 6ten Juni 1761 »ndam Zten Juni 1769 ere-gnet, und wird im Jahre 1874 wiederbeobachtet werden können. Nach einer schon sehr alten Benennungheißt dieVenus, wenn sie früh vor der Sonne hergeht, der Mor-genstern, Und wenn sie ihr Abends folgt, der Abendstern.
Venus (Mytdol.), war bei deu Römern die Göttin derLiebez bei den Griechen hieß sie Aphrodite. Die Fabeldichter er-wähnen eigentlich einer Lllern und einer jüngern Venus, aber dieBegebenheiten beider werden von ihnen auch oft einer und dersel-ben zugeschrieben. Von eben diesen Begebenheiten und von denOrten, wo Venus als Göttin verehrt wurde, hat man ihr ver-schiedene Beinamen beigelegt. Die ältere Venus war eine Loch- ^ter des Uranus; man nennt sie deßwegen, und weil sie dir reinste, -auf nichts Körperliches abzielende Liebe anzeigen soll, Venus Urania,die himmlische, und unterscheidet sie von der jüngern Venus, oderder irdischen Liebe, die eine Tochter des Jupiter und der D-onegewesen seyn soll. Nach einer andern Fabel entstand sie aus demSchaume des Meeres; man nannte sie deßwegen Anadyoweiie,stellt sie bisweilen mit einem meergrünen Schleier vor, und schreibtihr eine große Macht über das Meer zu; auch riefen die Seeleutesie um glückliche Schifffahrt an. Ihr war der Myrthc-nbaum S>-