zca Vereinigte Staaten von Nordamerika
ist: ij-yo fand man erst z, 950,000, igoo 5,305,666, 1810 schon-7,230,514, und wenn man ein gleiches Fortschreiten annehmendarf, so wird sie 1820 gewiß nrhe an 15 Mill. und in einem hal>den Jahrhunderte mit den bevölkertsten Staaten unsers Erdtheils >auf gleicher Stufe stehen, vorausgesetzt, daß die Leichtigkeit, sichzu ernähren, nicht durch andere Umstände gehindert wird; in sei-nem jetzigen Umfange kann indeß'der Staat statt 10, wohl 200Milk. fassen. -Die große Masse dieser Volksmenge besteht aus Ab-kömmlingen von Borkten, Engländern, Schotten und Iren, sowie denn auch die englische Spräche nicht allein Staatssprache,sondern die der Mehrheit der Ration ist, und hier reiner gespro-chen werden soll, als selbst in Altengland. Nach den Britten fol-gen der-Zahl nach Deutsche, die zwar überall, vorzüglich aber i»Pennsylvania sich angesiedelt haben, dann Niederländer in Rew-york, Newjersey und Pennsylvania, Franzvssn in den StaatenIsland, Orleans und Mississippi, dann in der neuen Colonie derBuonaparlisten; Schweden in Rewjersey, Pennsylvania und Mary-land, und einige Italiener, Reger werden besonders in den süd-lichen Colonie», wo ein Plantagenbau eingeführt ist, gehalten:1810 zählte man in diese« noch 1,185,22z Köpfe, mithin war etwader siebente Kopf ein Afrikaner; aber die Urbewohner, die India-ner, bestehen nur noch in schwachen Stämmen, und find von der ^fortschreitenden Cultur immer weiter gegen Westen gedrückt. Viel-leicht dürften kaum noch 150,000 Indianer im Freistäate seyn, wo- !von die meisten zu den Stämmen der Irokesen, Cherokesen, Creeks, !Chikalons, Schaktoen und Gchippenäern gehören: Morse rechnet sim Ganzen nur 60,000 Köpfe, schlägt aber wahrscheinlich die im !Staate Missouri befindlichen nicht an. Viele dieser Stämme sie- 'hen bereits auf einer gewissen Stufe der Cultur, andre leben nochganz in rohem Zustande, alle aber genießen mitten zwischen dencultivirten Amerikanern eine ihnen durch Traktate gesicherteSelbstständiqkeit und Unabhängigkeit, deren Antastung sie oft fürch-terlich zu rächen wissen- Die Religionen sind hier unendlich ver-schieden: keine ist herrschend, und Duldung jedes, Glaubens istFundamentalgesetz, des Staats. So leben hier friedlich unter un'dneben einander Congregationalisten, Prcsbyterraner und andereReformirte, Episkopalen, Quäker, Methodisten, Baptisten, Lu-theraner, Katholiken, Herrnhuiher, Mennomsten, Lünrers, Uni-versalißen, Shakers, Sandemaniner, Irden und Fetischanbeter.Einen Unterschied des Standes gibt es nicht; in Nordamerika istnicht nur jeder Bürger vor dem Geletze gleich, sondern selbst jedeAuszeichnung der Geburt 'fällt hier weg. Nur findet in diesen«freien Staate noch das empörende Verhältniß zwischen Herrnund Sklaven Statt, welches in den südlichen Staaten selbst dasGesetz heiligt, in den nördlichen in gewisser Rücksicht bloß nach- >sieht. — Cultur des,Bodens, Kunstfloiß, Handel. Nord-amerika iss zwar im Ganzen ein Ackerbau treibender Staat. Nochsind Ackerbau, Viehzucht, Fischerei, Waldbcnutzung, Jagd in dennördlichen, Plantagenbau aber in den südlichen Staaten die Haupt-beschäftigungen, und diejenigen Gegenstände, die das Meiste in dieSchale der Ausfuhr werfen. Von dem ungeheuern Lande ist auchbei weitem der kleinste Theil angebaut, und noch werden, mancheMenschenalter vorüberfliegen, bis die Cultur von den Küssen sichbis zu dem MiWppi und in das Innere des Missounlandes aus-