glS Vergolden
nisten Oktober 17YZ zu Paris guillotim'rt. VergnsaudS Talentewaren eines bessern SchicksalS^Er^^^nd härten unter a>"--—Umstzp^k^ o^lstscn. Die Kunst des V>rgol8efl'/'muß eine der äl-testen seyn, denn die Ägypter verstunden sie, und in den mosai-schen Schrullen kommt das Überziehen mit Golde häufig vor. In-dessen verstand man wahrscheinlich die Kunst nicht, in so dünnenHäuten oder Blechen das Gold aufzutragen, als es setzt geschieht;denn noch zu Plinius Zeiten machte man die dünnsten Goldblätt-chen aus einer Unze, die auf zooo Quadratzvll ausgedehnt wur- cde. Buonarotti berechnet, daß das Gold zu Plinius Zeiten zwci-undzwanztgmal dicker aufgetragen wurde als jetzt. Und Boylefand, daß ein Gran Gold auf 50 Quadratzvll ausgedehnt werdenkönne. Da nun dies Metall weder durch Feuchtigkeit, noch von >der Luft angegriffen wird, so sind die dünnen Überzüge, die manvon Gold macht, außerordentlich dauerhaft, und man findet un-ter andern im Herculanum Vergoldungen, die ,0 glänzen, alswenn sie erst kürzlich aus den Händen des Künstlers hervorge-gangen wären. Wie die ältesten Künstler das Gold in seinenBlättchen zum Vergolden geschlagen, wissen wir nicht; aber kes-fing fand den Aufsatz eines deutschen Mönchs, Theophilus, ausdem neunten Jahrhundert, worin schon gelehrt wird, daß dasGold zwischen Pergament geschlagne, und, damit es nicht an-klebe, das Pergament mit gebranntem und fein zerriebenem Ockerüberzogen, und dann mit einem wilden Sckweinszahn geglättetwerden müsse. Die deutschen Goidschläger fanden in der Folge,daß das Pergament zu Lickj und zu fest zu diesem Gebrauche sey,
Sie wählten also die sehr dünnen Häute ungeborner Kälber, und sdarauf die innerste Darmhaut der Kühe. Die Zubereitung dieserHäute wird als ein Geheimniß der Jrländer angesehen. — Manhat dreierlei Arten von Vergoldung: Erstlich die kalte, wo manzuvörderst das Gold mit Quecksilber verquickt, so daß es halb-flüssig wird, und es alsdann vermittelst einer Säure auf den Ge-genstand aufträgt. Das Quecksilber wird nachher durch Hitze da-von getrieben, und das reine Gold bedeckt dann in unbegreiflichfeinen Überzügen den Gegenstand. Man.kann nur Metall so ver-golden, und ehe man das Amalgam aufträgt, pflegt man etwas !Quecksilber, in Salpetersäure aüfgelös't, auf den Gegenstand zustreichen. Will man Eisen vergolden, so taucht man es vorher ineinestarke Auflösung von schwefelsaurem Kupfer; dadurch überziehtsich fdas Eisen mit Kupfer, und darauf haftet das Amalgam. Abernoch besser geräth die Stahlvergoldung, wenn man eine Goldauf-lösung in Königswasser in ungefähr zweimal so viel Schwefel-äther schüttet. Nach öfterem Umschütteln entreißt der Äther dasGold den Säuern; jener verdampft sehr leicht, und läßt dasGold auf dem Eisen zurück. — Die zweite Art der Vergol-dung besteht darin, daß man im Feuer vergoldet. Dazu mußman den sogenannten Goldschaum, oder äußerst dünne BlättchenGold haben. Diese trägt man nun sowohl auf Metalle, als aufHolz, entweder vermittelst eines Kitts, odcr eine« fetten undtrocknenden Kls. Der Kitt wird aus Pergamentschnitzeln oderaus Abgängen von Handschuhen gemacht, und mit dem Pulver ei-nes f-inen Kalks vermischt. Man trägt diesen Kitt auf, um dieOberfläche des zu vergoldenden Gegenstandes vollkommen zu ehe-