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Ehe« zu verschaffen, und noch im nämlichen Jahre verschleimefeste Plätze zu erobern. Im folgenden Jahre drang Villars wie-der in Deutschland ein, und eroberte Landau und Fr.ivurg imBreisgau. Ludwias XIV- ernstlicher Wunsch, Friede zu machen,bewirkte endlich, daß die beiden großen Feldherrn, Billars undEugen, die bisher einander im Felde gegenüber gestanden hattenfden Lüsten November) zu Rastadt Friedensunterhandlungen an-singen. Nre ist wohl ein Friedenscongreß so einfach und geräusch-los gehalten worden als dieser. Die Friedensunterhandlungenwurden mit dem arößten Geheimniß bt trieben, und am Zten Mai1713 der Friede "zwischen Frankreich und Österreich abgeschlossen(s. d. Art. Friedensschlüsse). Billars wurde nun Präsident desKriegsraths, und nach Ludwigs XilV. Lobe (1715) Mitglied derRegentschaft und Staatsminister; auch nahm ihn die fra-zöstscheAkademie als Mitglied aus. Er behauptete sich bei dem Ansetzn,das er sich erworben hatte, auch während der Regentschaft desHerzogs von Orleans, und unter Ludwig XV. Als im I. 17,4zdie streitige Kvnigswcchl in Polen einen neuen Krieg Frankreichsgegen Österreich veranlaß!«, wurde Billard mit einer Armee undin der seltnen und cusgezeichneten Würde eines iVIArecbolral nach Italien gesendet. Hier eroberte ex mit dem Könige vonSardinien zugleich binnen drei Monaten ganz Mailand. Als erim Begriff war nach Frankreich zurückzukehren, ward er zu Tu-rin krank, und starb hier am l7ten Juni 1734, 82 Jahre alt.Willars war der letzte große französische Feldherr damaliger Zeit;die Generale, die nach ihm die französischen Waffen berühmtmachten, waren Ausländer. Selbst sein großer Gegner, Eugen,erklärte Billars Tod als einen großen Verlust für Frankreich.Von den Memoires, die nachher unter seinem Namen her-ausgekommen sind, ist nur der erste Theil von ihm selbst ge-schrieben.
Villers (Carl Franz Dom. von), der große Vermittlerzweier Nachbarvölker, der Deutschen und Franzosen, auf litcra-rischem Wege, einer der'geistvollsten Franzofefl und einer unsrermerkwürdigsten Zeitgenossen, war den 4ten November 1764 zuBelchen in Drutschlothringrn geboren, studirte bei den Benedicti-nern in Metz uns in der dortigen Lrtillcrieschule, und trat 1732als Lieutenant in das Artlllerieregiment von Toul in Straßburg.Seine seltne Neigung zu den wissenschaftlichen Studien war es,die ihn schon damals zu Untersuchungen des von Mesmer gelehr-ten thierischen Magnetismus trieb, und den jungen Offizier veramlaßre, sich mir dem Griechischen und Hebräischen zu beschäftigen.Bei dem Lusbruch des Revolutionskrieges 179z floh er, vom Haß
der Jacoviner bedroht, nach Deutschland, unv nahm bei derlstr-mec der Prinzen Dienste. Nach dem unalücklicken d-a
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in Hoizmipden, Driburg und Gottingen rm Umgänge mit gelehr-ten uno geistreichen Männern, bis er 1797 nach Lübeck kam, umnach Rußland zu gehen. Doch durch die Freundschaft einer hoch-gevilderrn Frau an Lüde« gefesselt, verlebte er hier im Verkehrmir den geistreichsten Männern des nordwestlichen Deutschlands,und im Schvvßr der Freundschaft jene glücklichen Jahre, wo sein