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Geist sich mit deutscher Art und Kunst befreundete, und herrlicheBlüthen trieb. Seine Reisen nach Paris, seine VerbindungenMir den vorzüglichsten französischen Gelehrten trug eben so viel bei,der deutschen Literatur in Frankreich Beachtung zu verschaffen,als seine damals erschienenen Schriften. Unter diesen machte keinemehr Aufsehen, als das vom französischen Nativnalmstitut ge-krönte Werk ,, über den Einfluß der Reformation Luthers auf diepolitische Lage der verschiedenen europäischen Staaten und dieFortschritte' der Aufklärung." — Als bei der Erstürmung derStadt Lübeck 1806 alle GrLuel eines entmenschten Schl chthaufenS' sich über die unglückliche Stadt ergossen, half und rettete er, woes noch Rettung galt. Sein damals gedruckter berühmter Briefüber die Eroberung dieser Stadt zog ihm den Haß des franzö-sischen Heeres zu, und als die Hansestädte iLit mit Frankreichvereinigt wurden, wurde Visiers verhaftet, und sofort aus demBezirk des Generalgouvernements verwiesen. Zur selben Zeithatte er den Ruf zu einem philosophischen Lchrstuhl an die Uni-versität Göttingen erhalten, den er sofort antrat, und als Lehrergeachtet und geliebt, zur Zeit der westphälischen Herrschaft dasedelste Herz und die vielthätigste Wirksamkeit entfaltete. Alsaber Hannover wieder unt--r die alte Regierung zurückkehrte,ward Visiers in Ruhestand gesetzt, und ihm angedeutet, nachFrankr-ich zurückzukehren. Seine Freunde, unter denen er sehreinflußreiche zählte, bewirkten zwar eine Abänderung dieser Maß-regel; allein der Schmerz über den Sieg einer gegen ihn gespiel-ten Intrigue, die vielfachen Leiden, die in der letzten Zeit seinHerz berührt hatten, darunter vorzüglich das Unglück der ihmseit Jahren so eng verbundenen-Familie Rodde in Lübeck, mach-ten tiefen Eindruck auf ihn, untergruben seine Gesundheit, undso endigte er sein thätiges und segenvolles Leben den 26sten Fe-bruar 1805. — Visiers gehörte zu den gemüthlichen Menschen,die überall gern helfen, ohn« Falsch und ohne Mißtrauen, lie-benswürdig im Umgänge, scharfsinnig und geistvoll in seinenSchriften, gerecht gegen jedes Verdienst, wahr bis zur Unbeson-nenheit, kurz einer von den Memchen, deren Leben von derSelbstsucht so oft angefeindet wird. Seine Verdienste um die Li-teratur wurden durch" vielfache Auszeichnung geehrt; er war Mit-glied vieler gelehrten Gesellschaften, Ritter des heiligen kudwig-und des schwedischen Nordsternordens. Seine vorzüglichsten Schrif-ten, ohne frühere, beim Ausbruch der Revolution erschienenePieren, und die Beitrage zu vielen Zeitschriften, besonders demwkstphälische» Moniteur zn erwähnen, sind nebst den bereits an-geführten üseal siir 1'sepilc er 1'lnlluencs ä« 1a iskorinarion ä»I-urleoi-, und Rerns i> !Vsaä. la domtesss ffaiinp sie Lsanliar-uois sc»- Rubscli, sein Loup ä'osil sur les unlversilss; Rap-port snr 1'etat äs 1a littsrature anoieilns er sie 1'liisloüe ewKlloin-a^rie; Introäuctlon c!e 1 'onvraAS äs ILlaä. äs LcadI suvl'^IIernaniis; Oonstllulioiis äes vlllss anseattgsltss, u. s. >v.und djx Übersetzungen von Heerens Versuch über den Einfluß derKreuzzüge, Reimarus über das Conrinentalsystem u. s. w.
Villoison (I. B. Gaspard d'Anffe de), einer der gründ-lichsten Kenner der alr- und neugriechischen Sprache und Litera-tur. Er war den ztm März 1750 zu Corbeil für Seine geboren,genoß einen gelehrten Unterricht im Colleginm Brauvais in Pa»