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Zenhter Band. To bis Z.]
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Vinci Z4S

Michelangelos ihn auch hier verfolgte, ober weil Raphael schonim Besitz der großen Arbeiten im Batican war, diese Stadt schonigig wieder, um sich auf Franz des Ersten Einladung nach Frank-reich zu begeben. Sein hohes Alter ließ ihn hier wenig odergar nichts mehr arbeiten, und schon im I. igiy starb er in denArmen desihnbesuchendcnKönigs.als er sich ausEyrerbicti'^g vor dem-selben vom Lager ausrichten wollte. Die Kunst ehrt in '.onardo daVinci den Mann, der sie zuerst nach ihrem Wiederaufblühn in ih-rem ganzen Umfange auf Grundsätze zurückgeführt hat. Nur we-nige Gemählde sind von ihm vorhanden, an welche er die letzteHand gelegt hat. Daran war sein bis ins hohe Alter rastlosesFortschreiten in seinen Studien Schuld, welches ihm jene genüg-same Ruhe, die sich auf gewisse bestimmte Mittel beschränkt, nichtverstattete. Beim Anfange einer Arbeit so furchtsam, daß er gleicheinem Anfänger zittern konnte, stieg seine Unzufriedenheit mitseinem Werke immer mehr, bis er es meist noch vor der Vollen-dung aufgab. Außer den genannten gehören zu seinen berühmte-sten Werken das Bild der Lisa del Giocondv in Paris, eine Ledain der Sammlung des Fürsten Kaunitz in Wien, ein Gemähldeim Palast Pamsili zu Rom, die Unterredung des Knaben Jesumit den Lehrern im Tempel vorstellend und einige andre. Fasteben so schätzbar als die Gemählde dieses unsterblichen Künstlerssind seine Schriften, von denen leider ein Theil schon verlorengegangen, ein andrer noch Handschrift geblieben ist. Nur einWerk von ihm, der stell» kirrura (zuerst 1651, am

vollständigsten i8iü) ist bis jetzt nach seinem ganzen Umfang er-schienen. Mit tiefer Einsicht, sagt Fiorillo, hat Leonardo in die-sem Buche die Materien vom Licht, vom Schatten, von den Re-flexen, und hauptsächlich von den Hintergründen abgehandelt.Daß, da die natürlichen Körper meistens von krummen Linien be-gränzt sind, die eine gewisse Weichheit haben, es eine Haupt-sache ist, die Umrisse sich sanft verlieren zu lassen; daß dies nurvermittelst des Grundes zu bewerkstelligen ist, auf welchem einGegenstand erscheint; daß der innere Umriß des umgebenden Grun-des und der äußere Umriß des Gegenstandes einerlei sind, ja daßder letzte überhaupt nur durch Hülse der von ihm vcrschiedncnUmgebungen seiner Figur nach sichtbar wird; daß ferner nicht nurdie Erscheinung der Figuren, sondern auch der Farben von denUmgebungen abhängig ist, und die Farben sich gegenseitig bestim-men, heben und schwächen; daß, wenn Gegenstände von gleicherFarbe vor einander erscheinen sollen , die verschiednen Grade derHelligkeit derselben sie von einander sondern und entfernen müs-sen, indem die zwischen dem Auge und dem Gegenstände befind-liche Luftmasse, je größer sie ist, desto mehr die Farben mildertund dämpft: alle diese Lehren hat da Vinci vollkommen verstan-den, und auf das beste entwickelt. Außer dem genannten Tractatund einem st'crn ciaits snr lss irioiiveriienrs stu aorp»

wurnoin ist nichts gedruckt; aber die ambrosianische Bibliothek inMailand besitzt sechzehn Bände Handschriften; sieben andre Bändesollen an den König Philipp von Spanien gekommen seyn. Bissetzt sind diese Schätze nicht einmal dem Inhalt nach weiter be-kannt. Von den schönen Handzsichnungen und Studien Leonar-do's gab Caylus eine Sammlung heraus: kleoueil <is Tsrer sts»l st, vK,rK!> «a. »7J0, wovon auch ein deutscher Nach-