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stich vorhanden ist. Dazu gehören noch: Dessoins äs I.eor>ar8äo Vinci, xraväs pur 61,. I. Kmli, fvlilano, 1784 und Osser-Varioni -opra 1 8is«Aiti 81 I.iopm8o 8»1i' Xi>. Xmoretri, klii. >1784. Außerdem sind seit 1796 zu London die zahlreichen Hand-zeichnungen Leonardo's, welche der König von England besitzt,im Stich erschienen: Imitation? ol original Designs 87 Q. 8 aVinci, Iissie8 h)- 8. Eftsmhsrlainc.

Vindicta heißt Rache, Bestrafung, oder auch die Klagewegen zugefügten Schadens oder Unrechts. Bindicta heißt bei denRömern auch der Stab, mit dem sie die Sklaven berührten, die ^sie freiließen. Daher in den Pandecten das Capitel vin8icl» 8«

«anurnissiz.

Bineis (Peter de), ein berühmter Rechtsgelehrter und Staats-mann des izten Jahrhunderts, war aus Capua gebürtig, undvon geringer Herkunft, studirte aber, durch Wohlthäter unter-stützt, auf der hohen Schule zu Bologna, deren Rechtslehrer da-mals die berühmtesten stn Europa waren, Er wurde dem KaiserFriedrich II., der Gelehrsamkeit und Gelehrte schätzte, zufällig be-kannt, und gefiel demselben so wohl, daß er sogleich eine Anfiel- >

lung am Hofe erhielt, und sehr schnell nach einander Protonota-rius, Rath und Kanzler de« Kaisers wurde. In dieser Stelle er-warb er sich ganz das Vertrauen seines Herrn, und nahm an al-len dessen Angelegenheiten Theil. Er vertheidigte ihn besonders ^mündlich und schriftlich gegen den immer mehr zunehmenden Über- ^muth und die übertriebnen Anmaßungen der Päpste GregorIX. undJnnocenz IV. Die Schmähschriften des erster» gegen den Kaiserwiderlegte er mit Gründlichkeit und Witz, und trug dadurch viel ^

bei, daß der von Gregor IX. wider Friedrich II. ausgesprochne

Bannfluch ohne weitere Wirkung blieb. Als Jnnocenz IV. denKaiser (1245) auf das Concilium zu Lyon citirte, vertheidigte deDiners als Gesandter des Kaisers seine» abwesenden Herrn mitaller Kraft. Ungeachtet dieser Verdienste wurde de Diners dochdem Kaiser verdächtig gemacht, als habe er ihm durch seinen ArztGift beizubringen gesucht. Friedrich II., durch erlittene Unfälleund öftre Nachstellungen nach seinem Leben mißmüihig und arg-wöhnisch gemacht, glaubte der Anklage, ließ seinem Kanzler dieAugen ausstochert, und ihn zu Pisa ins Gefängniß setzen. Hier en-dete der unglückliche Mann (1249) sein Leben, indem er aus Ver-zweiflung sich den Kopf an einem Pfeiler des Gefängnisses zer-schmetterte. Diese harte Behandlung, welche Friedrich II. an demeifrigsten lind thätigste» Vertheidiger seiner Rechte ausübte, bleibtein Flecken in der beschichte dieses sonst großen Kaisers, der auchseinen ehemaligen Günstling nicht lange überlebte. Die von deBineis »och vorhandenen Schriften sind: s) sechs Bücher Briefe vonden Thaten Friedrichs II. Sie sind meistens im Namen des Kai-sers und, dem damaligen Zustande der Wissenschaften gemäß, inschlechtem Latein geschrieben, werden aber als eine Quelle für dieGeschichte Friedrichs II. angesehen, und sind daher früher ver-schiedentlich gedruckt worden; I>) eine Abhandlung von der kaiser-lichen Machtvollkommenheit (8s porssrats Imxeriali).

Bis laftAlfonso, oder nach Andern Francesco della), geb. zuFerrara, war ums Jahr 1541 Capellmeister des Herzogs vonEste, und soll der erste gewesen seyn, der den Gesang mit derDeklamation auf dem Theater vereinigte. Das erste Werk dieser