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Zenhter Band. To bis Z.]
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Bließ (das goldrre)' 357

burt lebte), gleiche» Inhalt« zu ersetzen. Ak« nach einiger Ziitdas ganze Werk des Apvllonius in einer Bibliothek zu Florenzentdeckt wurde, zeigte es sich beider Vergleichung, mit welchemScharfsinn Viviani die Meinung des griechischen Mathematiker«getrosten, und sie selbst noch besser ausgeführt hatte. Im I. 1666wurde Viviani erster Mathematiker des Großhcrzogs Ferdinand II.zu Florenz. An dem Hose dieses liberalen Beförderers der Wis-senschaften und Künste gab es viele große Mathematiker und Phy-sikers mit denen der Eroßherzog vertraut umging; Viviani ge-hörte unter die Zahl derselben. Wie sein Vorgänger Torricelli,war er Mitglied der von Ferdinand II. errichteten Xccnüeirii»üek ciinent», einer Gesellschaft Naturforscher, der ersten dieserArt in Europa, und welche andern Akademien in der Folge zumMuster diente. Viviani wurde zu verschiednen Verrichtungen,unter andern bei der Entwässerung des Baldichiana (eines Tha-les, wilches der Fluß Chiana oft überschwemmte) gebraucht, wor-über sein Bericht vom I. ibgo noch vorhanden ist. Sein Namewurie auch im Auslande rühmlich bekannt. Ludwig XIV. er-nannte ihn i6yy zum Mttqlicd der Akademie der Wissenschaftenzu Paris, und gab ihm eine Pension. Viviani starb 170z in ei-nem Alter von 82 Jahren, und hinterließ den Ruhm eines gro-ßen , bescheidenen und humanen Gelehrten. Außer den beidenWerken über die Kegelschnitte des Aristaus und des ApolloniuShat er noch ein Werk: Lnoüatio prc>1>1erriÄtuin rtnivsrsio 6ec>-imetris r» opositoruin etc. hinterlassest.

Vlreß, das goldne, Orden des goldnen Vließe«(-französisch 1 a loison ä'or, gewöhnlich auch 1a Voison), einerder ältesten und angesehensten unter den weltlichen Ritterorden.Herzog Philipp III. von Burgund, dem seine Unterthanen denBeinamen des Guten gaben, stiftete iß» am loten Januar igzozu Brügge, bei Gelegenheit seines Beilagers mit seincr drittenGemahlin, Jsabelle, Tochter Königs Johann I. von Portugal.Im folgenden Jahre (14Z1) machte er die aus y-s Artikeln beste-henden Ordenssraruten bekannt. In dem Eingänge derselben sagtPhilipp, daß er die Benennung des Ordens von dem goldnenWidderfelle des Argonauten Jason hergenommen habe, und daßdie Beschützung der Kirche der Endzweck des Ordens sey. Daßdieses die eigenilichc Absicht dabei gewesen sey, bezeugt auch dieInschrift, welche man auf Philipps Grabmal setzte: kour inain-teilii- l'ÜAliss, ^»1 esr che Dien Ivaison, j'»i inio 1s nssslsOräie <z,c'on Nomina la loison. Philipp erklärte sich selbstzum Großmeister des Ordens, und setzte in den Etatuten fest,daß diese Würde auf seine Nachfolger in der Regierung übergehensollte. Der Ordensämter waren vier; ein Kanzler, ein Schatz-meister, ein Ordenssecretär und ein Ordensherold. Nach denStatuten sollte die eigentliche Ordensdecoraticn, die Ordensketre,von den Rittern beständig getragen werden; auch sollten die Rit-ter bei den jährlichen Orvenscapitel» in einer vorgeschriebnen Klei-dung erscheinen. Bei dielen Ordenscapiteln wurde über die in denTrden aufzunehmenden Mitglieder von den anwesenden Ritterngestimmt; die Mehrheit der Stimmen entschied für den vopge-schlag.nen Eandidaten. Diese ursprünglichen Einrichtungen desOrdens wurden jn der Folge größtentheils abgeändert. HerzogPhilipp selbst vermehrte die anfangs auf 24 Porsvne» festgesetzte