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dacht, diese Instrumente ihrem Zwecke entsprechender zu machen,und die Waffen hatten schon eine ziemliche Ausbildung erlangt,als die Erfindung des Schießpulvers nothwendig ein ganz andresB-'waffnungsjystem herbeiführte, das rn steter Entwicklung vor-schreitend jetzt zu einer gewissen Vollkommenheit gediehen ist. ESwur:e zu weit führen, die Waffen aller Zeiten hier durchzugehen,w:r müssen uns daher beschränken, die bei der jetzigen Kriegfüh-rung gebräuchlichen abzuhandeln. Man theilt sie ein in Schutz-und Trutzwaffen, wovon die ersten bloß aen Angriff des Feindespassiv, abhalten, wie der Käraß, der Helm, die Achselschuppen,die letzter« zum Angriff bestimmt sind, obwohl einige derselbenauch zur activen Vertheidigung geeignet sind, wie der Degen,Säbel, die Lanze u s. w. Unserm Zwecke entsprechender ist dieEinthejlung in Feuerwaffen und das blanke Gewehr, de-ren Raine schon ihre Benutzung angibt, und die wir hier näherbetrachten.— Die Feuerwaffen zerfallen i. in das Geschütz, diesesumfaßt A) Kanonen, deren nächste Bestimmung der horizontaleSchuß ist; man theilt sie nach der Kugeischwere in Z-, 4-, 6-, 8-,t2-, 24-, 48pfünder, die beiden letzter» Gattungen werden, alszum Bewegungskriege zu unbehülflich, ausschließlich im Festungs-Wege angewendet, wo zugleich eine größere Pcrcussionskraft der^Geschosse erfoderljch ist. Sie heißen deßhalbFestungs- oderBclage-r'Unqsgeschütz, obwohl oft auch lupfünder hierbei benutzt werden.Bon den übrigen Gattungen, die zusammen das Feldgeschütz aus-mache«, hat man die z-, 4- und Zpfünder fast in allen Armeenabgeschafft, und sich auf die 6- und i2pfänder beschränkt (dieEngländer führen y- und ispfündcr) die gewöhnlich in Batterie»von 8 (hier und da von 12) Pieren zusammengestellt sind. Diesogenannte reitende Artillerie besteht meist aus 6pfündcrn, derenBedienung beritten ist (in einigen Armeen gefahren wird) und da-her den schnellsten Bewegungen der Kavallerie folgen kann. L)Mor-tlers (Mörser), d. i. Geschütze, aus welchen größere Hohlkugeln(Bomben) geworfen, und die wegen ihrer Schwere nur beim Fe-stungskriegebenutztwerden. Man hat deren ro-, 20-, 24-, Zc>-, 48-,
50., loopfundlgx, indessen werden jetzt meist nur noch höchstensgopfündkge gegossen; die auf Bonaparte's Befehl eigens zur Be-lagerung von Cadix gegossenen ungeheuern Mörser haben keineNachahmung gefunden, und dienen jetzt bloß noch zu Trophäenseiner Sieger. Die Benennung des Kalibers richtet sich nach dem ,Steingewichte der Bomben, so wiegt z. B. die eines Mpfündigenpreußischen Mortiers 116 Pfund, die Engländer und Franzosenunterscheide» die Kaliber nach dem Diameter, die ersterer habe»r?,-, 10 ', 8zö ligef die letzter« 12-, ic>-, 8zöllige Mortiers. L) Hau-bitzen, aus denen theils kleinere Halbkugeln (Granaden) geworfen,theils Karrätjchin geschossen werden. Man hat deren schwere, wiedie preußischen 25, dänischen 18, hannoverischen Aopfünder, engli-scheu 8zblligen, deren Anwendung nür im Belagerungskrieg Statt ,findet, und leichte, gewöhnlich 7- und inpfündigc, die zum Feld- Igeschütz gerechnet werden, obwohl man sie auch' oft bei Belagerun- lgen braucht Man pflegt tast allgemein jeder Batterie zwei Hau-bitzen (bei den Russen Einhörner) den 6pfündern ypfändigs den i2pf-ropfündige zuzutheilen, hat aber auch noch besondre Haubitzenbattt'ricn. — Wir gedenken hier noch der congrevschen Racketen, dieebenfalls von verschiednem Kaliber bei Belagerungen und Schlach'