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Wallrath Walnioden
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Wallrath (lat. sxeriria ceti) ist der Name edlerßen, seinen, fettigen und glänzenden Materie, welche in dengrößer» Höhlungen und besonders in einem nach der ganzen Längedes Rückenmarkes heruntergehende» Canale des Caschelotts oderPottfisches, in der Gestalt eines milchweißen Öls gefunden wird,die aber, sobald sie aus dem Fische herausgenommen wird,'an derLust sich verdickt, und zu einem halb durchsichtigen Talg sich ver-härtet. Wenn durch eine besondere Behandlung alle Unreinig-keiten geschieden worden sind,, wird der gereinigte Wallrath inStücken geschnitten und an der Luft völlig getrocknet. Der guteWallrath ist glänzend weiß, fett, und süßlich von Geschmack; dergelbliche und thranige taugt nichts. Man versendet ihn gewöhn-lich in Gläsern, um zu verhüten, daß er Nicht ranzig werde.Er wird als Medicin innerlich und äußerlich,, auch znr Schminkegebraucht. In Nordamerika werden Lichter daraus verfertigt,mit denen ein nicht unbedeutender Handel getrieben wird. DerCaschelott oder Pottfisch, der zum Geschlecht der Wallsische gehört,beinahe die Größe des Walisisches hat, und mit seinem ungeheuernRachen klafterlange Hansische verschlingen kann, wird vorzüglichdes Wallraths wegen aufgesucht. Er wird an den Küsten vonNordamerika, bei den kapverdischen Juseln und in der Südfeegefangen. — Man hat auch eine weiße Materie, die man auf demMeere schwimmend gefunden zu haben behauptet, und für denverschütteten Samen der Wallsische (daher der lateinische Name»xerir,» cezi) gehalten hat, Wallrath genannt.
Walmoden (Ludwig Graf von), zuletzt kaiserl. österreichi-scher Generallieutenant und Oberbefehlshaber der kaiserl. Truppenim Königreiche Neapel, ist geboren zu Wien am yten Februar1769, wo sein Vater, Hans Ludwig Graf von Walnioden, als kö«nkgl. großdritannischer Gesandter angestellt war. Er trat früh indas hannöversche Leibgarderegiment, im I. 1790 aber in königl.preußische Militärdienste. Er verließ sie, als Preußen in Folgtdes basler Friedens die Waffen gegen Frankreich niederlegte, tratin österreichische und machte hier vom I. 1796 alle "Feldzügemit, worin er sich als trefflichen Parteigänger auszeichnete.Er wurde ebenfalls in diplomatischen Aufträge» gebraucht, undunterhandelte und schloß den Subsidienvertrag zwischen Englandund Österreich, als dieser im I. igoy von neuem gegen Frankreichdie Waffen ergriff. Aus London zurückgekehrt, wohnte er derSchlacht bei Wagram (d. gten und 6tcn Juli) bei, und erkämpftesich an diesen merkwürdigen Tagen den Theresienorden. Nachdem wiener Frieden ward er, nachdem er sich bereits bis zur Stelleeines Feldmarschalllieutenants aufgeschwungen hatte, Divisionair inBöhmen, wo er meist in Prag, fern von politischen Berührun-gen , lebte. Im Februar isiZ trat Walnioden mit gleichem Cha-rakter in russische Kriegsdienste, wo er zum Chef der deutschenLegion bestimmt war, die jedoch Nicht organiflrt wurde. Ekzeichnete sich in diesem Feldzuge.gegen Napoleon und seine Ver-bündeten sowohl im eignen Oberkommando als unter dem Kron-prinzen von Schweden aus. Sein Sieg an der Gdrde, die Ver-nichtung der französischen Division Pocheux, die kluge und kühneBehauptung von Meklcnbtirg gegen Davousts Übermacht, -er Feld-zug in Schleswig, Holstein und Jütland, machen ihm viel Ehre.Nach dem zweiten pariser Frieden verließ Walmoden die russischen
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