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Zenhter Band. To bis Z.]
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Walpürga 449

plare aber von ihm nicht verkauft, sondern verschenkt wurden.Bon seinen eignen Schriften sind folgende die merkwürdigsten:Verzeillmiß aller englischen Könige und Großen, welche Schrift-steller gewesen sind, nebst der Angab« ihrer Schriften — ein mun-ter und witzig geschriebenes Werk^ das Liel ifterarische Notizen ent---häli; kleine Aufsätze (knßitlvs pieces); Anekdoten über die Ma-lerei in England — dieses Werk wurde mehrmals wieder auf-gelegt und auch in andere > Sprachen übersetzt; die Burg vonOtcanto, eine gothische Geschichte (17S5)ein grauscnvoller Ro-man, und das Urbild aller nachher so häufig erschienenen Geister-und Gespensterromane. Sein eben so gräßliches Trauerspiel jdie geheimnißoolle Mutter (rlie inglretious iriorlier) erschien1788. Roch ist von ihm eine Beschreibung der auf dem Landsitzeseiner Familie in Norfolk befindlichen, später, an die KaiserinKatharina von Rußland verkauften Gemählde Und Kunstwerke,unter dem Titel; Aostes WUlpollanas, Und ein railonnirendesBerzeichniß aller Kunstwerke seines bereits oben erwähnten, inmehr als einer Rücksicht interessanten Landhauses bei London.Seine sämmtlichen, von ihm selbst zuM Druck geordneten Werkswurden nach seinem Tode in fünf großen Querwänden inst 164Kupferstichen prächtig gedruckt. Einen Auszug dessen, was darinauch für das Ausland Interesse habe kann, , hat A. W. Schlegelunter dem Titel: Hjstoriiche, literarische und unterhaltende Schriftenvon Horatio Walpole, 1800 geiiel.ert- Walpole Nft! Witz,das Talent der Unterhaltung und einen, reiche« Schatz von Anekdotenüoer die europäischen Höfe Un: die berühmtesten Männer seinesZeitalters. Vorzüglich hatte er alles was zu seiner Zeit in Eng-land vorgefallen war, sorgfältig beobachtet, und zu die-sem Behufe alles, was seit Georgs I. Regierungsantritte in Eng-land gedruckt worden war, selbst bis auf die kleinsten Pamphlets,mühsam gesammelt. Als Sonderling, der er den größten Theil sei-nes Lebens hindurch gew»sen.war, zeigt« er sich auch in seine«sehr voluminösen Testamente, in welchem er besonders für die un-veränderte Fortdauer seines Landhauses gesorgt Hütte.

Walpurga, Walburga, die Heilige, gewöhnlich Walpuv«g!s, war in England geboren, eine Schwester des heil. Willibald,des ersten Bischofs zu Eichstädt, Und Schwestertochter des heil.Bonifaz, des bekannten Apostels der Deutschen. Sie ging, wieihr Oheim und Bruder, nach Deutschland, in der Absicht, diechristliche Religion auszubreiten,- und wurde, ungefähr in derHälfte des zten Jahrhunderts, Äbtissin des neuerrichteten Klosterszu Heidenheim im Fränkische». Sie mllß ein gelehrtes Frauen-zimmer gewesen seyn, denn matt hielt sie für die Verfasserin einerlateinischen Beschreibung der Reisen des Heil. Wüibald. Rächihrem Tode (4776 oder 778) wurde sie ihrer großen Verdienstewegen unter die Heiligen versetzt, als Wunderrhäterin verehrt,und es wurde» ihr zu Ehren an verschiedenen Orten Eapelle» er-baut. Ein Öl, das Unter ihrem Namen im katholischen Deutsch-land bekannt ist, wird für sehr wirksam gegen Krankheiten derHousihiere angesehen. Der Zufall, daß in den deutschen Kalender»der Name der Walpurgis bald allein, bald mit den Namen derApostel Philipp und Jacob zugleich, auf den ersten Mai gesetztworden, hat zu der Benennung der durch die vorgegebene Hexe»«fahrt berüchtigt geworbn?» Nacht vor dem ersten Mai Veranlaß-Cord. tzex. 4te Ausl. X- 29