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Zenhter Band. To bis Z.]
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Wandern 4Zr

Vortheile der War Lern? find, daß die jungen Leute mehr Kennt-nisse in ihrem G, werbe und Mehr Bildung im Allgemeinen erlan-gen, als es in ihrer Htimarh, bei dtm gewöhnlich sehr dürftigenUnterrichte des Meisters, möglich seyn würbe, und dann, daßwenn an einem Orte der Gesellen zu vixl werd,», mehrere von ih-nen an einem andern Orte ihr Unterkommen finden, und mancherdadurch sein beständiges Etablissement erhalten hat. Wenige Aus-nahmen abgerechnet ist der Unterricht, den die Handwerkst-Hrlingrvon ihren Meistern erhalten, keineswegs geeignet, sie bis zu ei-nem gewissen Grade der Vollkommenheit in ihrem Gewerbe zubringen. Richt selten sucht der Meister, aus Eifersucht, gewisseHandgriffe selbst den Gesellen zu verbergen. Der junge Handwerkerkann also »Nr dadurch, daß er bei mehrern Meistern und an ver-schicbneN Orten arbeitet, sich einen höhern Grad von Vollkommen-heit in seinem Gewerse Verschaffen. Aber auch viell.ichr angenommen,daß ein Meister seinem Lehrlinge alles das beibrächte, was er selbstin seinem Geschäfte weiß, so würde der Lehrling doch nur eineeinseitige, mangelhafte Bildung erhalten, feindn Lehrherrn für bestKunstverständigsten halten, und sich in der Folge Nie über das Mittel-mäßige in seinem Gewerbe erheben, Durch das Reisei, lernt erniedrere Handgriffe und zugleich die zu seinem Gew:rbe erföder-lichcn Materialien Nach ihrem Ursprungs und ihrer ÜerschiednekBehandlung kennen. Dies gilt jedoch keineswegs von allen Hand-werkern ohne Unterschied,, und für manche derselben scheint dasWandern in der angegebenen Rücksicht wirklich überflüssig. DieLehrlinge mancher Handwerke könnten, wenn die Einrichtung rechtgemacht würde, zu Hause eben das lernen, was sie in der Frenddlernen sollen. Aber für einen großen Theil der Handwerker trägtdas Besuchen fremder Werkstätten und die Beobachtung andrer Sit-ten und Gebräuche, vorausgesetzt daß es den. jungen Leuten nichtan Kopf und ernstlichem Willen fehle, zur Ausbildung gewiß sehtvieles bei. Wider den Vortheil, daß junge Handwerker durchdas Wandern ihr unterkomme» an fremden Orten fänden, Hai manzwar eingewendet, daß dieser eben so leicht erreicht werden könne,wenn man durch Jntelligenzhlätter Äachrrcht gäbe, an welchemOrte für diese oder jene Art Handwerker Arbeit zu finden sey«Allein daß dabei eine für die Subjecte selbst oft sehr verdrießlicheConcurrenz unvermeidlich seyn würde, läßt sich leicht einsehen«Bei allen Vortheilen, welche das zweckmäßige Wandern det Hand-werker unläugbar bewirkt, sind doch auch die damit verbundenenMannichialtigen Nachtheile nicht zü verkennen. Diese entstehen je-doch meistens aus der Individualität der Wandernden selbst, undkönnten-großentheils durch Verfügungen der-Obrrgkest-durch größereSotafalk der Meister und Lehrherreii) so wie der Altern der jun-gen Leute selbst, verhütet werden. So wenig man es an demdie Universität verlassenden Jünglinge tadeln wird, daß er bis zstseiner Anstelltikrg in eitlem Amte ei» Unterkommen, letz es auch>M Auslande, sucht, um währest- dieser Zeit seine Kenntnisse zsinwe-tern, und sich die zu seinem künftigen Berufe crfsderlicheliFertigkeiten und Erfahrungen zu eiiv-tben, «wen so wenig darfMan eine gleiche Absicht bei dem ^jungen Handwerker tabeljffund um des^ schlechten Erfolgs willen , der sich bei vielen zeigt)die Sache überhaupt sterwersen, Viele junge Handwerker ge-hen zu frühzeitig, ohne gehörige Sürkenttlsiiß sind Votbereiisinff/

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