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Wasser
leitete cS durch dieselbe in eine Flasche, welche durch ein andere«Rohr mit einem pneumatisch - chemischen Apparat verbunden war.Die durch die glühende Glasröhre gegangnen Waff.rdämpfe kühl-ten sich in der spiralförmigen Röhre ab und verdichteten sich zuWasser, welches in die Flasche tröpfelte. Man fand in derselbenalles Wasser wieder. Mithin hatte sich keine Gasarr entwickelt,sondern die ganze Operation war eine bloße Destillation gewesen.Wrackte man aber ui die schief liegende Glasröhre 28 Gran grobzerstoßne Kohle, so zeigte sich bei derselben Operation am Ende,daß die Kohle verschwunden war und von dem Wasser 85,7 Granfehlten. Dafür fanden sich in dem pneumatisch-chemischen Appa-rat too Gran kohlensaures Gas und iz,7 Gran Wasserstossgas,also an Gewicht eben so viel als die Kohle und das fehlend-Wasserbetrugen. Hieraus schloß Lav visier, daß die 85,7 Gran Was-ser zersetzt worden und aus 72 Gran Saucrstoffgas und 7 GranWafferstoffgas bestanden haben müßten. Die 28 Gran Kohle hat-ten sich mit den 72 Gran Sauerstoff zu roo Grm kohlenkavernGases verbunden. Dresem Versuche zufolge besteht das Wasseraus zwei Grundstoffen, aus Sauerstoff und Wasserstoff, undzwar in dem eben angegebnen Verhältniß. Die Trvpfbarkeit desWassers findet nur bei der gewöhnlichen Temperatur der Atmo-sphäre Statt; erreicht die freie Wärme den Siedpunkt, so gehtes in den lustförmigen Zustan , d. h. in Dämpfe, sinkt sie biszum Gefrierpunkt, so geht es in den festen Zustand, d. h. inEis über. (S. d. Art. Dampf und Eis.) Aber nicht bloß imEise, auch in verschiedene» Verbindungen mit andern Substanzennimmt es den festen Zustand an, z. B. beim Anschießen von Kry-stallen. Auch ist es in vielen festen Körpern als wesentlicher Be-standtheil enthalten. Die Elasticität des Wassers, weiche manschon daraus vermuthete, daß es den Schall fortpflanzt, ist durchneuere Versuche, es zusammenzupressen, erwiesen worden, wiewohl sie nur sehr gering ist. Das Gewicht des See-, Fluß-unv Brunnenwassers ist nach den fremden Theilen, womit es ge-mischt ist, sehr verschieden. Aber das Gewicht des reinen Was-sers ist immer dasselbe und wird deßhalb als Maßstab bei Bestim-mung des specifischen Gewichts anderer Körper angenommen. DieTemperatur wird dabei — i gesetzt. Den Gesetzen der Schwereist dos Wasser als flüssiger Körper eben sowohl unterworfen, alsjeder feste Körper; doch mit dem Unterschiede, daß auch in leinenkleinsten Theilen nicht die mindeste Reibung vorgeht. Da dasWasser schwer und flüssig zugleich ist, so läuft es bei der gering-st n Neigung der Flache, aus der eS sich befindet, ab und senktsich so tief als möglick. Seine Oberfläche ist im Zustande derRuhe durchaus wagerecht. Auf alle Körper, welche das Wasserberührt, üot es einen Druck aus. Taucht man einen Körper,hinein, der specifisch leichter ist, als eine Wass?rmaffe von glei-chem Umfang, so wird er schwimmen, weil der Druck dieses Kör-pers geringer ist, als der Gegendruck des unter ihm befindlichenWassers; im entgegengesetzten Fall wird er untersink n. (S den -Art. Schwimmen.) Jeder Körper aber, er sey leichter oder schwe-rer als das Wasser, verliert im Wasser an seinem Gewicht, undzwar so viel als die Waffermaff« wiegt) welche er aus der Stilledrückt. Je schwerer das Wasser selbst, d. h. je mehr mi: fremdenTheilen gemischt es ist, desto mehr verliert auch ein hineingetauch-