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Wasserfall Wasserhose 479

ter Körper an seinem Gewicht; desto größere Lasten kann ober auchaus demselben Grunde dergleichen Wasser tragen. Das salzigeSeewaffer trägt mehr Last, als das nicke salzige Flußwaffer. EinEi, das in aewövnirchem Wasser untersinkt, schwimmt darin,wenn man Salz hinzuschüttet. Die Eigenschaft, anbete Körperaufzulösen, hat das Wasser in hohem Grade; tn vielen Fallenverliert es dadurch nicht das mindeste an seiner Duichsichtigkeit.Zm gemeinen Sprachgebrauch Unterscheidet man hartes und wei-ches Wasser, je nachdem es mehr oder wenig r mit mineralischenStoffen gemischt ist. Durch Destillation läßt sich das Wasser vonseinen fremden Ausätzen befreien. Eine natürliche, wiewohl nichtganz vollkommne Destillation ist die immerwährende Verdunstungalles der freien Luft ausgesetzten Wassers. Organische Substanzengerathen Wasser schneller als ohne dasselbe in Faul-,iß undmache» es übelriechend und für die Gesundheit nachrhe-Ug; zuletztaber sondern sie sich als ein erdiger Schlamm ab und sinken zuBoden, worauf das Wasser wieder rein, klar und genießbarwird.

Wasserfall (französisch Oascasss, von dem italienischenWorte casc-rre, fallen), der Ort, wo das Wasser von einerHöhe in die Liefe fällt. Es gibt natürliche und künstlich«Wasserfälle. Unter den ersten sind die berühmtesten in Europa:der Rheinfall bei Gchafhausen; in der gothischen Elde oder Elfeund im Motalafluffe, von t6 Fuß Höhe, in Schweden; in Nord-amerika der große Wafferfall im Lvrenzofluffe bei dem Fort Nia-gara in Canada, und der große Wafferfall des Conscticuts. BeiNiagara stürzt der Strom in einer Breite von laoo Fuß von ei-ner Höhe von 144 Fuß mit einem solchen Geräusche herab, daßman ihn einige Meilen weit kört. Ein künstlicher Wafferfall wirdgebildet, wenn sich das Wasser von einer bedeutenden Höhe über«inen Berg, in welchen Terrassen oder stufenweise Absätze ge-hauen worden, ausgleßt. Die schönsten dieser Art sind zu Marlyunweit Versailles, bei dem Lustjchloffe Loo in Geldern, und zuGaffel.

Wasserhose, ein furchtbares Meteor auf dem Meere, wel-ches, jedoch mit abweichenden Rebenumständm, darin besteht» daßsich eine Wassersäule aus einer Wolke mit großem Geräusch nachder Meeresfläche herabsenkr, wobei sich das ihr entgegenstehendeMeereswasser gleichfalls zu einem Kegel erhebt, dessen Axe mitder des obern einerlei Richtung hat und sich mit demselben ver-bindet, «der fast umgekehrt ein Wasserkegel aus dem Meere gegen«ine Wolke aufsteigt und sich mit dieser verbindet. Räch der Ver-einigung rückt die Säule, die bisher stillstand, fort und zerplatztn-ch einiger Zeit, wobei die ganze Waffermasse unter fürchterli-chem Krachen ins Meer stürzt und das Meer in sotche Bewegungsetzt, daß die Schiffe, welche sich unter ihr oder in ihrem Bereichbefinden, selten zu retten sind. Lhevenot sah beim Entste-hen einer Wasserhose das Mcereswaffer zuerst gleichsam kochen undsich ungefähr einen Fuß hoch über die Fläche erheben, wo esweißlich aussah und gleichsam einen dicken schwarzen Rauch übersich hatte. Dabei hörte man ein dumpfes Geräusch; bald schien«me dunkle, etwas mehr als fingerdicke Röhre, gleichsam wirvom Rauch, nach den Wolken in die Höhe zu steigen, welchebald verschwand, indeß andere an ihre Stelle traten. Zugleich