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Kranken lange dadurch gefristet werden. Bei der Hautwassersucht/kann man durch kleine Einschnitte oder Stiche in dir Geschwulstder Füße die wässerige Flüssigkeit ableiten so daß sie sich von demganzen Körper heruntersenkt und allmählig zu den in die Hautgemachten Öffnungen heraussickert. Allein dies muß frühzeitig ge-nug gkichehcn, außerdem ist jederzeit zu befürchten, daß von denWunden eine Entzündung ausgeht, welche große und schwer hei-lende Ge'chwüre verursacht und endlich den Brand herbeiführt. H.
Wasseruhr, s. Uhr.
Wasserwage, s. Rivelliren und Wage.
Wasserweihe heißt ein hohes Fest, das die griechische Kir-che am 6ten Januar oder Theophaniastage zum Andenken an dieTaufe Jesu im Jordan zu feierst pflegt. Vorher wird ein Loch indas Eis d«s ni sten Flusses gehauen und mit grünen ZweigenNadelholz geschmückt; Hütten mit Heiligenbildern, unter denenJohannes der Täufer hervorragt, umgeben es. Nach Beendigungdes Kirchendiciisteö zieht die Geistlichkeit mit Kerzen, Räucherpfan-ven und Agenden nebst der Gemeine unter Gesang bis an dasaus diesem Loche hervorquellende Wasser, das nun Jordan heißtund vom ersten Priester durch dreimaliges Bekreuzen und Eintau-chen eines Kreuzes geweiht wird. Dieser taucht dann eine Quastein das geheiligte Wasser und bestreicht oder besprengt damit i»KreuzeLssrm die Umstchenocn. Gebete und Gesänge, die denGlauben an wundervolle Wirkungen dieses Wassers aussprechen,begleiten die Ceremonie, nach deren Beendigung, wer nur kann,sich Flaschen und Schüsseln damit füllt,, um es als Arznei widerjeibliwe und geistliche Schäden zu brauchen. Auch Kinder werdenzur Stärkung in dies Loch getaucht. Ist Rußland gehört dirWasserweihe zu den höchsten und glänzendsten Festen; die kaiser-liche Familie mit ibrem Hofstaat nimmt in der Residenz andächtigLh ik daran und das paradierende Militär begleitet die Weihe mitSalwn. L.
Watetet (Claude Henry), war einer von den wenigen Rei-chen, die die-Reichthümer zu einem weisen Lebensgenüsse zu ver-wenden wissen. Geboren zu Paris 1718, ward er früh schon mitKunst und Wissenschaft durch eine glückliche Erziehung bekannt,und durfte sich sorglos dieser seiner Neigung hingeben, da dasGluck ihn m>t seinen Gütern reichlich bedacht hatte. Seine Reisenvollendeten die Bildung leines Geschmacks. Er liebte die Garten-kunst ü-cr alles; die herrlichen Anlagen von Moulin-Joli am Uferder Sein» waren von feinem Geschmacke redende Beweise. Er be-sang die!« von ihm geliebte und geübte Kunst auch in einem Ge-dichte, das aber nichts Ausgezeichnetes hat, als daß es den zartenSinn des Verfassers verräth. Er war Künstler und Gelehrter,sagt Marmontcl, ohne jene glänzenden Talente, welche den Neidrege machen, sondern nur mit jenen glücklichen Anlagen, die Ach-tung gewinnen und theilnehmende Freunde vergnügen. Verbindetm-n damit eine beioncere Annehmlichkeit der Sitten, eine strengeRechtschaffenhciss und jene Artigkeit, welche die fremde Eigenliebestets mit sich is die erfreulichste» Verhältnisse zu setzen weiß, sohak man ein treres Bild von Watelets Charakter. In den letztenJahren s ines-Selens mußre er eine Genügsamkeit zeigen, die fei»Leben so wenig vorbereitet hatte; er verlor fein ganzes Vermögen.Watetet starb den iz. J«n. 17LÜ. Als Gelehrter hat er sich das