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mee überflüssig geworden war, eine andere Stellung s Stundenrückwärts zu nehmen. Er ward auf dem Marsche dahi» somFeinde nicht beunruhigt, und erfuhr am Abend, daß auch dieFranzosen sich zurückgezogen hatten. General Thielemann folgtehierauf dem Feinde, konnte jedoch nur die Spitze seines Nach-trupps einholen. Der Verlust jedes Theiles mochte gegen 4000Mann betragen. k — r-
Weben heißt, durch kreuzendes Flechten von Fäden einen Zeugbereiten; es geschieht auf dem Weberstuhle, der ein« Erfindungder alten Agyptier ist, jetzt aber durch neue Verbesserung großeAbänderungen erlitten hat. So unterscheidet man, nach der Ar-beit, wozu er bestimmt ist, den Stuhl der Tuchmacher, Lein-weber, Raschmacher, Seidenwirker, Posamentierer u. s. w. Dereinfache Stuhl der Tuchmacher besteht aus vier senkrecht aufgerich-teten Pfosten, die durch Querpfosten Haltung'bekommen. Vorn,ungefähr in seiner Mitte, hat er eine drehbare Walze, denBrustbaum, der nebst dem tiefern Unterbaume das Zeug aufnimmt.Dem Brustbaum gegenüber, hinten, nur etwas höher, befindetsich der ähnlich runde oder achteckige bewegliche Kcttbaum, aufden die Kettfäden gewickelt, und parallel bis nach vorn zumBrustbaum ausgespannt sind. Diese Kettfäden, welche man auchKette, Zattel, Werftc, Sicherung, Schickung, Aufzug nennt,bilden die Sängenfäden des Gewebes. Sie werden alle auf ein-mal mittelst des Kettbaumes auf den Stuhl gespannt, oder ge-schoren; die Querfaden, auch Einschuß oder Einschlag genannt,aber werden einzeln durch jene hindurch geflochten. Damit diesleicht -geschehe, ist eine Borrichtung (Geschirr, Kämme oderSchäfte) angebracht, wodurch die eine Hälfte der Kettfaden i«die Hohe gehoben wird, während die andere herabgezogen ist.Durch die Öffnung der von einander gezogenen Kettfäden dichthinter dem Brustbaum wird ein kleines Kästchen (der Schütze),der inwendig auf der Wackelspule den aufgerollten Faden hat,welcher sich durch eine Seitenöffnung des Schützen abwickelt), durch-geworfen. Der Kämme sind beim einfachen Gewebe zwei, jederbesteht au« zwei Stäben, wovon einer über der'Kette, der an-dere sich darunter befindet und die beide durch so viele Fäden zu-sammengcbund'n sind , als die halbe Kette Fäden hat. Diese Ge«fchirrfaden haben in ihrer Mitte Röhre, durch diese sind die Kett-fäden gezogen, so daß der erste Faden an den ersten Schaft, derzweite an den zweiten, der dritte wieder an den ersten rc. kommt,und dadurch wird es möglich, mittelst Fußtritten, Schnüren undRotten, die eine Hälfte (Obergelese) der Kette über die andereHälfte (Untcrgelese) hervorzuheben und zwischen die entfernten Ge-kese den Einschuß durchzuflechtm. Doch damit dieser sich fest unddicht zwischen den Gelesen einzwänge, schlägt ihn der Weber nachdem Durchschießen noch mit der Lade fest; diese Lade besteht eben-falls aus zwei Handhoch von einander stehenden Stäben oder De-ckeln, die beide durch so viel Nietstiste von Draht, als die KetteFäden hat, zusammengehalten werden und deren oberer Deckelüber der Kette, der untere unter ihr ist, so daß jeder Kettfadendurch einen Zwischenraum der Lade hindurchgezogen ist. Siehangt übrigens an den senkrechten vorder» Pfosten schwebend undbefindet sich etwas hinter dem Vrustbaume. Keim Weben bindetder Weber den Eistschußsadea an der rechten Ecke d«r Kette an,