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läßt sich durchaus nicht genau angeben, er erreicht in Allem wahr-scheinlich 50,000 Mann: Wellingtons Armee zählte aber auch fast20,000 Todte und Verwundete, das preußische Heer hatte derenungefähr 4000. — e. ,
Watten nennt man die seichten Stellen in der Nordsee,längs der Küste von Rordholland, Groningen, Friesland undRiedersachsen, bis zu der Mündung der Elbe. Es finden sich dahäufige Sandbänke in der Nähe des festen Landes, und man kannnur mit einer gewissen Art Fahrzeuge, Smacken, die vorn undhinten breit sifid, und nicht mehr als sechs Fuß tief im Wassergehen, diese Küsten beschissen. Man nennt daher solche FahrzeugeWatten fahrer. In Kriegszcitcn wird diese Art Schifffahrtsehr benutzt, weil man dabei, wegen der seichten Wasser, vor al-len Angriffen der Kriegsfahrzeuge gesichert ist. ,
Wavre, ein kleines in Belgien an dem Flüßchen Dyle ge-legenes Städtchen, zählt ungefähr Zooo Einwohner und ist in denletzten Jahren durch das am iZten Juni 1815 zwischen den Fran-zosen und Preußen hier vorgefallene Treffen bekannt geworden. ^Fürst Blücher hatte sich nämlich am i7ten Juni nach der verler-nen Schlacht von Ligny (s. d. Art. Ligny) mit seinem ersten,zweiten und dritten Armeecorps in einer vortheilhaftcn Positionauf den steilen Höhen jenseits Wavre aufgestellt, theils um dortdas vierte von Lüttich kommende Armeecorps zu erwarten, theilsUm die Vereinigung mit Lord Wellington, der sich auch seinerseitsin eine günssr'ge Stellung bei Mont St. Jean gezogen hatte,leichter vollziehen zu können. Beide Feldherren verabredeten, daßWellington seine Stellung so lange als möglich vertheidigen, Blä- ^cher aber ihm mit dM ganzen preußischen Heere zu Hülfe eilensolle. Diesem Versprechen zufolge ließ bicser Held den iZtendas vierte Corps aus seinem Beimacht jenseit Wavre aufbrechen,es in dem zufällig in Brand gerathenen Städtchen Wavre die Dyle 'passiren und auf St. Lambert marschiren; ihm folgte das zweite !
Corps. Das erste brach gegen Mittag auf, um gegen Ohain ^
vorzurücken, das dritte sollte gegen Cbopelle St. Lambert dirigirtwerden, und die Reserve bilden. Alles außer dem dritten CorpSwar nun schon im Marsch, als plötzlich der Marschall Grouchymit dem dritten und vierten französischen Armeecorps und zweiReitereidivistonen erschien, und das Städtchen Wavre angriff.'General Thtelemann wendete sich sogleich gegen ihn, und es ent-stand nun ein Artillerie- und Tirailleurgefecht längs der ganzenDyle, dessen Hauptpunkt indessen stets Wavre blieb. Alle an-dern Corps blieben im Marsch, um ihre wichtigere Bestimmungzu erfüllen (s. d. Art. Watcrlov), nur das lyte Infanterieregi-ment, und einige Cavallerieschwadrorien, welche den Rachtrabdes ersten Corps bildeten, wurden gegen das Dorf Limale, wel- >
cher am äußersten rechten Flügel des Lhielsmannschen Corps lag, '
detachirt. Sie fanden die dortige Brücke und einen Theil desDorfes schon som Feinde besetzt, setzten aber dennoch der von dort»ordrechenden Übermacht einen so tapfern Widerstand entgegen,daß er das Vordringen des Feindes bis zur völlige« Dunkelheithinderte. Das am Abend abgebrochene Gefecht wurde am Mor-gen fortgesetzt, der Feind forcirte die Höhen von Limale, und Ge-neral Lhielmann beschloß deßhalb , da die Fortsetzung des Gefechtsüberdies durch die eingegangene Nachricht vom Sieg der Hauptar-