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hend schmeckt, «ach Branntwein riecht, bei kleiner Meng« be-rauscht, Kopfweh macht, auf der Zunge brennt, ist höchst verdäch-tig, Saure Wclns werden oft durch Blei mild gemacht. Ma»entdeckt di>s, wenn von der Hahu sma n nischen Wein pro be,die die Apotheker olficinell haben, 2 Loth mit ebenso viel Weingemischt werden und dieser davon trübe und schwarz wird. RotheWeine find der Verfälschung durch Heidelbeeren- Kampefchcnholz,Alaun u s. f Allgemein ausgesetzt, und diese Verfälschungen lassensich schwer entdecken. Eben so häufig wird ihnen Branntwein zu-gesetzt, um ihnen Haltbarkeit zu geben. Das Schwefeln der blan-ken Weine hat auf die Gesundheit nur dann Nachtheil, wenn erin zu hohem Grade geschah. Übrigens ist der Wein, was die feu-rigen Sorten anbelangt, nicht als ein gewöhnliches Getränk zugebrauchen, wenn er nicht die Reizbarkeit abstumpfen, und denKlutiimlaüf zu sehr beschleunigen, dadurch aber den Grund zuvielen Krankheiten legen soll. Zu Tischw-inrn sind die französi-sch,» rolhm Bordeaux- und burgunder Weine seichen, die zurSäure neigen, vorzüglich zu empfehlen. Alte weiß« Weine reizenbeim Essen zu sehr, und junge zu wenig und machen leicht Säure. *r.
Wein brenner (Friedrich), großhcrzogl. badijcher Lauri-rector zu Carlsruhe. Dieser Mann der sich in dcr letzter« Zeitbesonders durch die wohlgelungene Anwendung und AuslüHttH'gmehrerer Theaterbaue, z. B, des StadttheatsrS zu Leipzig, be-kannt und berühmt gemacht hat, ist geb. zu Carlsruye am ytenNovbr. 1766, wo sein Vater ein Zimmcrmami lvar, der die Ab-sicht hatte, den Sohm unter seiner Leitung zur Baukunst zu bil-den. Starb der Vater auch, ehe er das ausführen konnte, so halleer doch dem Sohne eine heiße Liebe zu seinem Fache eingeflößt, sohaß dieser von dem fünfzehnten Jahre an sieb aus eignem Antriebeeinizc Zeit dem Gewerbe seines Vaters widmet«. Sein nach hö-herer Wissenschaft strebender Geist fand bald hierin nickt volleBefriedigung, daher stiidirtc er in seiner Vaterstadt neben derBaukunst — worin er zugleich früh Andere unterrichtete —auck- Phnsik und Mathematik. Im stst-n Jahre ging er, um dieAurstcht über verschiedene Baue zu übernehmen, in die Schweiz,ivo -r fast drei Jahre verweilt«. Den» studirte er auf der Bau-akademie zu Wien, von wo aus er Ungarn besuchte. Im 1 .17YIbegab er sich nach Italien, wo er besonders Rom zu seinem.Auf-enthalte (fast f> Jahre lang) wählte. Hier zogen ihn die Über-reste der alten Baukunst, die ehrwürdiaeN Denkmäler unlergigon«.gcner Größe und Herrlichkeit unwiderstehlich an und er suchte dieGeheimnisse der alte» Kunst im Trusten zu ergründen. Mehrereseiner Arbeiten beweisen dies deutlich, z. B. die Restaurationendes Bades des Hippias. des Theaters des CuriuL, der Landhäu-ser oes Hinenrn PliniUs und mehrerer andern von d'n altenSchrlskstelbrn beschriebenen Gebäude. Auch gab er in Rom Unter-richt in der Baukunst, und lieferte mehrere architektvniscke Eom-positivnen und Zeichnungen. Im Sommer des Jahres 1797 kehrteer nach CarlSruke zurück. Hier ward er noch iin nämlkckc» JahreB, uinsrector, und kurz darauf Batidireotor. Er widmete sichvon nun >n außer dem Betreiben des praktischen Nbeiis stinerKunst, auch dem'fortwährenden Lehren des theoretischen Theils,und wirkte vorzüglich nützlich als Director seiner llnterrichtsan-Kalt für angehende Architekten, in welcher sich stets Jüuglinge