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Zenhter Band. To bis Z.]
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S 24 Weissagungen

Anstalten waren und, wenn auch meist zufällig entstanden, dochwie unverkennbarer Absschllichkeit geleitet und zu politischenZweck, n gebraucht wurden (»ergl. d. Art. Orakel). Unter denHebräern trieben Orakel in diesem Srnne, wie das der Lodter.be«schwererm zu Endor, ihr Wesen im Dunkeln und ohne öffentlicheAncrknnung, welche nur den, unter dem Namen der Propheten(s. d. Art.) bekannten, gottbegeisterten Lehrern und Gehern zu Theilward. Daß sie nickt nur chie Z-iten der Herrschast der Christen-thums in allgemein»» Merkmalen, sondern auch specielle Umständedes Lebens und der Schicksale Jesu vermöge göttlicher Offenbar»»-gen gewerssagt haben, wird wegen der unv-rkennbaren Überein-stimmung der im n uen Testamente erzählten Thatsachen mit ihrenProphezeiungen und weil Jesus sich ausdrücklich auf diese bezogenhat, von den Christen geglaubt Die-wenigen Weissagungen Jesuselbst bat der Erfolg bestätigt. Unter die Vorzüge, mit d«-»ender heilige Geist die ersten Lehrer des Christenthums ausstattensollte, gehörte auch die Gabe der Weissagung; von den Probenderselben ist jedoch sehr wenig Zuverlässiges bekannt und nie warendie Cbristcn völlig einverstanden, in weichem Sinne und weicherBeziehung der, prophetische Inhalt der Offenbarung Jobannis auf-zufassen sey. Das Christenthum berechtigt, seit die Periode seinerStiftung vorüber ist, keinen mehr. Aufschlüsse über die Zukunftdurch göttliche Eingebung zu erwarten oder vorzugeben und seineLehren verweisen in Rücksicht zukünftiger Begebenheiten zu ruhigem- Bertraum auf die allwaltende Regierung Geltes. Hierdurch hatnicht nur das auch später oft versuchte Weissagen, sondern auchdie alte Wahrsagerkunst, die sich durch Auslegen angeblicherVorbedeutungen und Deuten willkürlich gewählter Zeichen aufkünftige Ereignisse, welche mit ihnen nach der Erfahrung in kei-nem ursächlichen Zusammenhange stehen, gellend machte, den öffent«lichen Credit verloren. Das Prophezeien iß daher unter denChristen ein der kirchlichen und bürgerliche» Anerkennung erman-gelndes Geschäft, das von Schwärmern, Gauklern und Zigeunernzur heimlichen Befriedigung der Wundersüchtigcn und Leichtgläubi-gen auf eigne Hanh getrieben wird. Mit diesem verbotenen, ingroßen Städten und auf eem Lande noch jetzt belohnenden Gewer-be, dessen ganzes Geheimniß theils auf Menscheokenntniß und> schlauer Benutzung indlvioueller Schwächen, theils auf frecher Be-trügerei und Mystifikation beruht, darf weder das gewissen In-dividuen eign-, noch nicht genügend erklärte Ahnungsvcrmögen(s. d. Art. Ahnuna), noch das krankhafte Borherjchen der Des«vrgankstrten (s. d. Art. Magnetismus), noch die Sehergabeder Weisen verwechselt werden, welche im Vergangnen und Gegen-wärtigen die Keim? dcS Zukünftigen erblicken und durch Schlüssenach der Analogie die bevorstehende Gestaltung der öffentlichen An-gelegenheiten, wie das künftige Schicksal der Einzeln.», mir ziem-licher Sicherheit vvrherzusagen wirken. An laichen, auch «n unsernZeiten oft gehörten, bisweilen «angetroffenen und, wenn sie mitBescheidenheit vorgetragen werden, stets bedingte»!, aber ebendarum nicht eigentlichen Weissagungen ist übrigens nicbts absolutWunderbares, und nur ,er Mangel an Nachdenken und Aufmerk-samkeit auf den Zusammcnhana der menschlichen Angelegenheitenmacht den großen Hauftn staunen, wo ein geschärfter Blick weitersteht, als die lmir.cr Blinden. L.