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528 Wellington

unglückliche Italien litt dabei außerordentlich. ES entstandenneue Parteien unter andern Namen, wie z. B. die Weißen undSchwarzen (Lianclii e Rei' 1 ) in Florenz. Die Geschichte stellt inkeinem Zeitalter ein ähnliches Beispiel von so heftigen Lusbrüchender Parleiwuth dar. (s. d. Art. Italien.)

Wellington (Arthur Wellesley, Herzog von), der be»rnhmteste Feldherr der Britten in der neuern Zeit, größer alsMarlborough, durch glorreiche Siege in Indien und Europa, dergefeierte Held von Waterlso, — stammt aus einer der ältestendriltischen Familien. Er ward den i. Mai 1769 zu Dcgganca»stle in Irland geboren. In Eton erzogen, darauf in der Kriegsschulezu Angers in Frankreich unterrichtet, trat er am Schluß derJahreS 1787 als Fähndrich seine militärische Laufbahn an. Inder Folge wohnte er als Obristlieutenant 1794 dem Feldzuge inden Niederlanden bei. Im Jahr 1797 ging er mit seinem Re-giment« nach Indien, wo sein Bruder, der MarquiS Wel-lesley, Generalgouverncur war. Hier gab er glänzende Be-weise von feinen militärischen Talenten in dem Kampf« gegenTipps Saib, den Beherrscher von Mysore. Er trug wesentlichder zur Erstürmung von Seringapatam, den 4tin Mai 1799, undleitete als Gouverneur dieses Platzes die neue Einrichtung desauigelds'ten Staats. Darauf bekämpfte er siegreich die Maratten,und kehrte erst igog nach Europa zurück, mit dem Alis, daß erdurch Einsicht und Tapferkeit eben so sehr als durch Überblick,Kälte und Festigkeit zu den großen Erfolgen, die seines Bruder«Verwaltung auszeichneten, mitgewirkt habe. Im Jahr 1807ging der Generalmajor Sir Arthur Wellesley mit dem Statthal-ter von Irland, dem Herzog von Richmond, »ach Dublin, woer als Sccretär oder erster Minister eine bessere Polizei ein-führt«; doch schon im August d. I. trat er wieder ein in dieLaufbahn seines kriigcrischen Ruhms. Er wohnte unter LordEathcart der Expedition gegen Eopenhagen bei; darauf führte erim Juli 1808 ein brittisches Heer nach der pyrcnäischcn Halbinsel.Er entriß dieses Land den Franzosen, nachdem er fünf Jahrelang die Streitkrafte der Portugiesen und Spanier entwickelt, un-endliche Schwierigkeiten in den politischen Verhältnissen in ders,-mischen Oberjunta besiegt und die erfahrensten Feldherren Napo-leons in mehrern Schlachten geschlagen hatte, von dem Lage beiWimieiro an (21. Lug. 1808) bis zu dem letzten entscheidenden Heer-kampfe bei Wittoria (den 21. Juni itzig) und zuletzt bei Tou-louse. Nach jenem Siege schloß General Dalrymplt (den zo.AUg.) die Convention zu Eintka mit Juiwt wegen der Räu-mung Portugals; und Wellesley vertheidigte dieselbe vor dembriktischen Parlamente. Hierauf übernahm er den irrsten AprilI8oy be» Hecrbefehl in der Halbinsel auss neue, und trat alldie Spitze der portugiesischen Truppen. Unter seinen.Thaten alsFeldherr sind vorzüglich zu bemerken, der kühne Übergangüber den Duero den Uten Mai, durch welchen er Oport»einnahm, und den Marschall Svult zum nachtheiligsten Rückzügezwang; hierauf die Schlacht bei Lalavera (28. Juli 1810),welche jedoch bei der Avgerung der spanischen Feldherren, ihn zu' unterstützen, und bei der Ungeübtheit der spanischen Truppen keinenErfolg hatte, so daß der biittische Oberfeidherr sich zurückziehenmußte; dann die standhafte Vertheidigung Portugal« gegen den