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Zenhter Band. To bis Z.]
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Westi'ndien 55 z

wohner der Halbinsel, durch einen Deputirten auf Zo,mx> Seelenrepräseiitirt zu werden, feierlich beschlossen; als man aver diesenGrundsatz ausiührcn wollte, sahen die Liberales ein, daß die Re-präsentanten der Amerikaner nach diesem Maßstabe eine welk grö-ßere Zahl ausmachen würden, als die in Spanien; daher setzten siein ihrer Constuution fest, daß kein, auch noch so entfernter, Ab»'kömmling aus afrikanischem Blute Bürger seyn, noch Repräsentantwerden, noch selbst repräsentirt werden sollte. Dadurch gewannman in den Cortes die Mehrzahl für die europäischen Spanier.Um desto entschlvßner behaupteten die amerikanif' en Junten ihreUnabhängigkeit, indeß noch immer im Namen Ferdinands VIl.Nur Caraccas und Buen o s-Ayres hatren sich, schon vordessen Rückkehr nach Spanien, für eine vollkommene Unabhängig,keit von Spanien erklärt. Doch in der Folge ccregre FerdinandsVerfahren gegen dir CorteS und gegen die iliberales allgemein inAmerika Furcht und Argwohn. Das zu einem politischen Lebenerwachte Amerika verwarf einen solchen König. Zwar mußtedie englische Regierung bei ihrer engen Verbindung mit Spa-nien wünschen, daß die Colonien dem Mutterlande erhal-ten würden; Lord Liverpool äußerte schon d. 29. Juni i8:c>, ,wieEngland e» gern sähe, wenn sich die amerikanischen Junten derRegentschaft anschlössen; auch nahmen im Juni' igle die Cortesdie von den Engländern avgebotne Vermittlung ihres Streites mitden Colonien an; aber sie verwarfen die Vorschläge der englischenRegierung, so wie die der amerikanischen Deputirten in Spanien,insbesondre den des freien Handels, den England mit dem spani-schen Amerika verlangte. Als endlich Ferdinand Vlll. den Thronvon Spanien wieder bestiegen, befahl er den Südamerikanern imJuni 1814, die Waffen niederzulegen; allein da er keine von dengerechten Federungen der Colonien anerkannte, vielmehr den Ge-neral Morillo— einen Mann, der grausamer als Alba, Sorte;und Pizarro verfuhr — mit 10,000 Mann nach Venezuela schickte,so verfehlte er selbst den einzigen günstigen Augenblick, um Alleswieder in die rechte Ordnung zu.bringen. Zu spät erklärte er imI. 1817 in Caraccas eine allgemeine "Amnestie. Und obgleich derblutige zehnjährige Kampf noch immer mit abwechselndem Glückefortdauert, so ist dennoch in keinem Falle eine unbedingte Unter-werfung der Colonien denkbar. Nie Völker werden auch dort ihreRechte zu behaupten wissen. — Nach dieser allgemeinen Dar-stellung der Losreißuvg, des «panischem Amerika von dem Mutter-lande folge hier die Übersicht des Ganges der Begebenheiten indem Freih eitskampse der einzelnen Provinzen. KeinBürgerkrieg ist in der alten und neuen Zeit so treulos und blutig-grausam geführt woroen, als dieser amerikanische Krieg von Sei-ten der Spanier. Sie nöthigte» dadurch die Insurgenten zu ähn-lichem Verfahren. Drei Länder sind der Hauptschauplatz diesergroßen Begebenheit: Venezuela und Neu-Granada, Bue-nos-Ayres, nebst Chile und Mexico. Hier schlagen sichauf einem ungeheuern Raume Heere, selten über 1000 Mann stark,mit einer, beispiellosen Erbitterung für oder gegen die Freiheit ei-nes Welttheils. I. Die Republik Venezuela, ehemals da-Generalcapitanat Caraccas, ist ein herrliches, fruchtbare- Kro»penland, dar zwar kein Gold und Silber, dafür aber die edelstenStapelwaaren WestindienS, vorzüglich den beste» Tabak auf d«