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Wkstindien ZZ5

spanischen General Monteverde übergab, der dagegen eine völligeAmnestie zusickerte, jedem auszuwandern verstattete und dieselbeConffiiution, welche die Cortes der spanischen Nation gegeben, inCaraccas einzuführen versprach. Allein diese Kapitulation wardvon Monteverde nicht gehalten und Miranda gefangen nach Spa»nien geschickt (s. d. Art. Miranda). Solche Treulosigkeit entzün-dete den Bürgerkrieg aufs neue. In Cumana vereinigte ein küh-ner junger Mann, D. N. Marino, die Unzufriednen, nahmdie Stadt Maturin in Besitz, und schlug die Angriffe der Spa-nier zurück, selbst den General Monteverde im Lpr. 1813. Daraufbefreite D. Simon Bolivar (s. d. Art.) Venezuela und Carac.cas. Er dielt an letzterem Orte d. 4. Aug. 1813 seinen Einzug.Allein im Juli 1814, als die Spanier gegen 70,000 Sklaven be-waffnet und ihnen die Freiheit gegeben hatten, mußte er CgraccaSwieder räumen. Er schiffte sich nach Carthagena ein. Indessen sammel-ten die Generale Rivas und Bermudes in Maturin aufs neue die Pa-trioten. Hier schlugen sie die Angriffe der Spanier unter Moralesund Boves zurück; doch am g. Dec. 1814 bemächtigten sich dieRonalisten Maturin«, wobei Boves blieb. Rivas siel in ihreHände und ward erschossen. Darauf schiffte sich Bermudes nach derInsel Margarita ein. Hier hatten die Schleichhändler zum Schutzegegen die königlichen Küstenwachten Schiffe bewaffnet, die zuletztals Corsaren einen einträglichen. Capcrkrieg führten, und sich derInsel selbst bemächtigten. Nun aber landete in der Mitte des Aprils1815 der spanische General D. Pablo Morillo mit einem Heerevon 10,000 Mann bei Carupano Und Santa Marta an der Küstevon Neugranada. Zwar sammelte Bolivar aufs neue die Trümmerdes letzten Jnsurgentcnheers; zu ihm stieße» Marino und Mac-Gregor. Allein die Uneinigkeit zwischen Bolivar und Eastillo, ei-nem andern Anführer der Jnurgenten, erleichterte Morillo's Fort-schritte, Er besetzte die Insel Margarita und belagerte Cartha-gena. Nachdem hier mehr als 3000 Menschen vor Hunger gestor-ben waren, räumte der Gouverneur mit den Truppen d-n Platzam 5. Dec. i8ig. Hierauf zog Morillo in da« Innere von Newgranada. Sein General Morales hatte mit 3000 Mann Ca-raccas erobert, von wo nunmehr der spanische General-Ealzada indie Provinzen Pamplona und Lunja vordrang und ein andrer indie Provinzen Äntioquia und Papoyan,' welche sich sämmtlich, nebstSocvrro und Carthagena, unter dem Namen der vereinigtenStaaten von Neugranada im I. I8n für unabhängig er-klärt hatten. Sie bildeten einen FLderativstaat. An der Spitzeihrer Truppen stand anfangs Nurino. Die Spanier hatten nachder Einnahme von Quito den fünften Mann der Vertheidiger die-ser Stadt erschießen lassen. Seitdem ward der Krieg mit blutigerWildheit geführt. Nurino gerieth, nachdem er einige Siege er-fochten, im Juni 1814 i» spanische Gefangenschaft und wurde er-schossen. Darauf übernahm im December Bolivar den Oberbefehl.Er unterwarf S. Fede Bogota dem Congreß, welcher jetzt da-selbst seinen Sitz nahm. Doch fehlte es nicht an innern, Zwist, wasMorillo's Unternehmen erleichterte. Dieser zog äm Maqdalenenflußhinaus g-gen.Lcana und sandte Sangil gegen die Provinz Socvrroab. Nach m^rern glücklichen Gefechten schlug jener bei- Cachiri dasHcer des Conaressre'von Neugranada gänzlich. Der Congreß lds'tksich auf und seine Generale Eervtez und Risalite zogen sich in die