Band 
Zenhter Band. To bis Z.]
Seite
560
JPEG-Download
 

S6c> 'Westindien

Die Krone zog bisher aus dem Lande 4c» Milk. Gld. jährliche Ein-künfte. Der Belg-'au lieferte jährlich 10,000 Mark Gold und29,700 Mark Silber. — In Merico bildete sich schon 1M9 imNamen Ferdinands VH. eine Regierung, die der Junta von Se-vklla den Gehorsam verweigerte. Der damalige Vicekönig Hur-rigaray neigte sich auf die Seite der Jndependenten, berief eineJunta, und wollte seine Würde niederlegen, um der Ration zudienen. Allein er wurde von den Altspaniern überfallen, als Ver-räth» behandelt. Die Verfolgung der Freisinnigen brachte endlichdie Revolution im I. I8ti völlig zum Ausdruck,. Von dem ^Flecken Guanaxuato verbreitete sie sich nach allen Seiten, undbald standen gegen 100,von Mann unter de» Waffen. Sie strittenunter dem Banner der alten Kaiser von M,xico und trugen vorsich her das Bild der Jungfrau von Guadeloupe. An ihrer Spitzenäherte sich 1812 der berühmte Hidalgo (ein ehemaliger Priester)siegreich der Hauptstadt Neuspaniens, Mexico, und Alles schien ihmdie Eroberung dieses wichtigen Platzes, der 140,000 Einw. hat,zu versprechen, als er stch unerwartet zurückzog, well eS ihm anWaffen und Kriegsbedarf fehlte. Venegas verwarf die von ihmgemachten Vergleichsvorschläge, so wie die Vorschläge der Juntavon Sultepec. Darauf benutzte Calleja, der spanische Heerfüh-rer, Hidalgo's Unenlschlossenkeit, und nöthigt« die Mexikaner ander Brücke von Calderon zu einer Schlacht in einer Stellung, wosie von ihrer Menge keinen Vortheil ziehen konnten. Sir wurdenvöllig geschlagen, und Hidalgo, der durch die Verrälherei einesJnsurgentengenerals nebst 1500 Offlciercn in Gefangenschaftgerathen war, starb auf dem Blutgerüste. Die Revolutionschien beendigt; allein der grausame Übermuth der ' Siegerkannte kerne Gränzen. Sie traten die Rechte des Kriegs und dieGesetze der Menschheit mit Füßen, verwüsteten die Felder, ver-brannten die Dörfer, und mordeten viele Laufende als des Auf,rühr» schuldig. Kirchen wurden entweiht, der Priester Blut ver-gossen und Mädchen und Frauen der Wuth der spanischen Solda-ten Preis gegeben. Da entzündete sich von neuem der Aufruhr.Rayon, Licenga, Matamoros, Lorres, Mier undMorelos (die vier letzter» wareuPriester), sammelten neueSchaa-ren, mit welchen sie den kleinen Krieg ohne Feuergewehr führten.Endlich bewaffnete Morelos zooo Mann mit Funkn,, die man inmehr als 20 Treffen auf dem Wahlplatze gesammelt hatte.' Nunbemächtigte er sich der Stadt Acapulco und schnitt die Verbindungzwischen Veracruz und Mexico ab. Doch auch er fiel 1815 in dieHände der Spanier und wurde zu Mexico erschossen. DasselbeSchicksal hatte MatamoroS. Auch nahm Calleja die Stadt Zitk-quaro ein, wo eine Junta im Namen Ferdinands VH. regierte.

Er ließ die Stadt von Grund aus zerstören. Aber die Mexikanerverloren den Muth nicht. Sie nahmen eine Stellung nach der an-dern weg, bis sie sich endlich in dem Meerbusen von Mexico mitden vereinigten Staaten von Nordamerika in Verbindung setzten,wohin sie den General Lolledo abschickten. Von hier aus erhieltensie Waffe» und mehrere erfahrneOsficiere; auch nahmen viele jungeLeute aus Rcuyork, Baltimore und Boston Dienste bei den Jnsur-grnten. Die Angelegenheiten der Republik Mexico leitete jetzt derhohe Congreß zu Puruaran,4o Meile» von Mexico. Bonhier aus erließ er den 23. Juni 1815" im 6. Jahr der mexicani-schm Unabhängigkeit eine vom Präsidenten Pagola und den iz