Weskindien ZSl
PrvvinzenunterzeichneteUnabhLngigkeitserklärung an alle Ra-tionen und entwarf «ine demokratische Cvnstitution. > Im Nordenmachte der republikanische General Peire Fortschritte; im Südenunternahm der General Viktoria die Belagerung von Cordova undOrizana. Die Verbindung zwischen Mexico und Vera--Cruz wurdeaufs neue unterbrochen, und die Insurgenten waren im Sept. iglüMeister der Provinzen Guadalaxara, LecaS, Mat'agorda, Pueblau. a. m., so da« die königlich spanische Legierung fast nur aufdie Bezirke von Mexico und Vera-Cruz eingeschränkt war. Alleinder neue Vicekönig D. Juan Apodaca traf so zweckmäßige An-stalten, daß nicht nur die Hauptpunkte behauptet, sondern auchdie Insurgenten mehrmals geschlagen wurden. Zugleich gewann erdurch ein mildes, aussöhnendes Syst.'M das Vertrauen des Volkswieder. Daher gelang es dem General Fsran, im I. r8>6 denCongreß aus einander zu sprengen, wozu die Uneinigkeiten unter denRepublikanern selbst das meiste beitrugen. Endlich erschien derkühne Mina d. I. (s. d. Art.), ein ehemaliger Guerillaanführeraus Spanien. In seinem Vaterlands geächtet, kam er, von meh-rern fremden Offtcieren begleitet, nebst Kriegsbedarf und einerDruckerpreffe aus Nordamerika in Mexc-o an, wo er d. 24. Apr.1317 bei Goto l« Marina an die Spitze der Insurgenten trat.Er sammelte sogleich «in Heer und schlug die Spanier d. 15. Junibei Peotillos, hierauf bei Ban Felipe, und erließ am zc>. Junfeinen Aufruf an das Volk aus seinem Hauptquartiere von LosRemedios, „dem Felde der Ehxe von Mexico." Aber in derFolge wurde er vom General Pascal de Linan hart gedrängtund mußte sich in die Feste Sombuero oz Conanja werfen.Dreihundert der Eeinigen, und darunter 72 auswärtige Ofsickere,welche Mina gefolgt waren, wurden von den Spaniern abgeschnit-ten und erschossen. Ende Augusts ward Mina selbst aus den festenPlätzen Conanja und Sän Gregor!» vertrieben; doch war er noch6<x> Mann stark und wußte durch kühne und schnelle Märsche dieihn von allen Seiten umringenden spanischen Truppen zu täuschen.Endlich wurde er d. 27. Oct. im Paß von Vcnadito durch Über-fall von dem spanischen Obersten Orrantia mit 25 der Geinigen,worunter die beiden Herreras, gefangen. Er ward nach Mexicogebracht und daselbst am iZ. Ro». 1317 erschossen. Zu seinem Un-glück trug vorzüglich die vom Vicekönig Apodaca erklärte allge-meine Amnestie bei, welche von deir meisten Häupter» der ein-zelnen Provinzen angenommen wurde, so daß am Ende des 1 .1817Mexico der Gewalt des Königs von Spanien ganz wieder unter-worfen zu seyn schien. Die von den mexicar.ischen Insurgentenunter dem Commodore Aury besetzte flvridanische Insel Ainelia— ein Seeräubernest — wurde im Dec. igi? von den vereinigtenStaaten, welche jetzt auch ganz Florida an sich kaufen wollen, inBesitz genommen. — Bis jetzt hat keine fremde Macht die Unab-hängigkeit der spanischen Amerikaner anerkannt. Der Prinz-Regenthat sogar im Nsv. 1317 allen brittischen Unterthanen verboten,Dienste bei den Insurgenten zu nehmen, und im (Zn.-nr. Ilsv. Nr.34 (Land. 1817,, Nov.) sind die Gründe entwickelt, welche der brit-tischen Politik jede Verbindung mit den neuen R'pichiiken verbie-ten. Doch halten sich nardamerikanische Consuln in Buenos,Ayresauf, und in jedem Falle eröffnet sich für die brittischr Ration einneuer großer Weltmarkt. Denn die Schranken, in welchen Spa-Lon». r-s. 4t« All«. X. 7 Ü