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wurden von Ihm völlig geschlagen. Ein Aug, den der Stzerisvon Mecca gegen ihn (1794) unternahm, war nicht glücklicher.Die Atubis, der mächtigste unter den arabischen Stämme», wel-che die Meeresküste bewohnen, nahmen auch die Lehre Wahebs an,und beunruhigten und erschwerten dkeSchlfffahrt auf dem persischenMeerbusen. Eben so beunruhigten die Wahebis die E iravanender Pilger, die alljährlich aus dem ganzen türkischen Gebiet zudem Grabe Mohammeds nach Mecca wallfahrten. Aber der em-pfindlichste Streich, der dem Islamismus versetzt wurde, war derAngriff, den Abdul Hazis (i 8 c>Z) auf die Gtadl Mecca selbst un-ternahm. Mecca wird, als der Gebursort Mohammeds und we-gen der daselbst befindlichen heilig?,, Kaaba — einem alten Tem-pel, der noch von Abraham erbaut worden seyn soll — von denMuselmännern aller Gerten für heilig gehalten; das Gesetz verbie-tet, sich diesem Orte jemals mit den Waffen in der Hand zu nä-her». Aber Abdul HaziS achtere dieses Verbot nicht, eroberteden Ort, und nahm die dort aufgehäuften Schätze mit sich. Frü-her schon hatte er auch die Stadt Medina eingenommen, geplün-dert und das Grab Mohammeds zerstört. Auch Gedda (Dschcddaj,eine wichtige Handelsstadt mit einem Hafen am arabischen Meer-busen, 20 Stunden von Mecca, wohin jährlich viele Waaren ausOstindien gebracht werden, siel in die Hände des Siegers. Durchdie Zerstörung der heiligen Örter schien der Schlußstein des Moham-medanischen Lehrgebäudes vernichtet worden zu seyn. Aber esblieb nicht ungerächt. Ein eifriger Muselmann, durch dir Eni-weihung der Grabstätte des Propheten äußerst erbittert, unter-nahm die beschwerliche Reise durch die Wüste und tödiete, gegenEnde des Jahres 1803, mit Aufopferung seines eignen Lebens,den furchtbaren Abdul Hazis. Von diesem Eroberer erzählt man,daß er im Reden und Schreiben eine äußerst einfache, von demweitschweifigen und pomphaften orientalischen Styl ganz verschied««Manier beobachtete. Man glaubte darin eine Spur europäische»Bildung zu finden, und daher mochte wohl die seltsame Sage ge-kommen seyn, daß ein französischer Erjesuit an der Spitze derSecte stehe, oder vielmehr die Empörung gegen die Pforte unterdem Vorwande der Religion leite, um andern Absichten zu die-nen. — Die Nachrichten, die man im Allgemeinen über die Wa-hebis erhalten hat, sind folgende. Man glaubte vor einigen Jah-ren , daß ihr Heer 80 bis yn.ooo Mann stark sey. Der arößtcTheil derselben reitet auf Cameclen; ihre vorzüglichsten Waffe»sind Schwert und Spieß. Sie haben auch eine Artillerie, dieober unbedeutend ist. In Lebensart und Sitten gleichen sie denBeduinen (s. d. Lrt.)i Sie leben gewöhnlich unter Selten, dochhaben sie auch einige Städte und Festungen. Die Wüsten, dieman erst durchdringen muß, um zu ihnen zu gelangen, sink ingewisser Art ihre Wälle und machen den Krieg mit ihnen sehrschwierig. Der Nachfolger Abdul Hozis und jetzig« Anführer dcrWahebis ist Abdullah Ben Sond. Die Pforte fand für nöthig,den Krieg gegen diese gefährlichen Feinde mit größerm Nachdruckals vorher zu führen. Der unternehmende Statthalter von Ägyp-ten, Mohammed Aly Pascha, erhielt dazu den Auftrag. Er sendeteseinen ältesten Sohn, Juffuf Pascha,'jmit einem Heere wider dieWahebis, der über sie verschiedene wichtige Vortheile erhielt, undihnen Mecca und Medina wieder entriß, aber plötzlich von der