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men Gegend. Im I. i 6 yz wurde das, seit rgoS völlig aufgr-lös'teReiLskammergcricht hieher verlegt. DieSustentation der ent-lassenen Personen dieses Tribunals, deren Anzahl gegen looc, war,veranlaßte mancherlei Unterhandlungen und Schriften. Durch denAeichsdcpütativnshauptschluß »om äzsten Februar igc>z wurde dieStadt, nebst ihrem kleinen Gebiete, unter dem Titel einer Graf-schast dem damaligen ReichSerzkanzler, pachmällgem Großherzogvon Frankfurt, zugetheilt, der iKnZ eineRechtsschule daselbst errich-tete. Im I. 1S14 kam die Stadt mit ihrem Gebiet unter preu ,ßische Hoheit. Auf den Anhöhen bei Wezlar siel am issten JuniI7yü ein Gefecht zwischen einem combinirten österreichisch-sächsischenCorps unter Werneck und den französischen Republikanern unterLefevre vor, in welchem die letzter» zurückgedrängt wurden.
Wbaabys (Wahebis, Wehabis, nicht Wechabiten),eine Secte religiöser Schwärmer in Arabien, die seit einigen Jah-ren viel Aufsehen erregt Habens und dem Islamismus oder derMohammedanischen Religiom und der türkischen Oberherrschaft in je-nen Gegenden gefährlich zu werden geschienen. Bei der großenEntfernung Arabiens von uns, und bei der Heimlichkeit, welchedie türkische Regierung geflissentlich über die Vorfälle diese- Krie-ges beobachtet, können die Nachrichten, die wir bisher über dieWahebis erhalten habe», nur als historische Fragmente angesehenwerden. Der Name dieser Secte kommt von ihrem 'Stifter Ab-^dul Waheb, der um die Mitte des vorigen Jahrhunderts lebte.Englischen Nachrichten zufolge war kein Geburtsort Ljen, ein«Stadt in dem an die arabische Wüste gränzenden Distrikte- AlAred, östlich von dem Landstriche zwischen Mecca und Mcdina ge-legen. Man rühmt seine große Gelehrsamkeit, die er sich nachund nach zu Vassora, Bagdad und Damast erworben hatte.Er breitete zuerst in seiner Vaterstadt seine Lehren aus, und vorseinem Ende hatten alle Bewohner des Distrikts Al Ared. sie an-genommen und sich ihm unterworfen. Das Wesentliche seiner Lehrebesteht in folgendem: Es ist nur Ein gerechter und weiser Gott.Alle sogenannte Propheten sind bloß als rechtschaffne und tugend-hafte Männer zu betrachten; aber sie haben nie eine göttliche Ein-gebung gehabt, so wie es auch kein von Gott cingegebnes Buchgibt. — Er verwirft durch diese Sätze offenbar Mohammed und des-sen Koran, und setzt an die Stelle der geoffenbarten Religion ei-nen wirkliche» Deismus. — Zu dem Sittengesctz, das er predigte,gehört auch dies, daß er seinen Anhängern den Gebrauch des Ta-baks, Opiums und Caffcc's streng untersagte. Bei der Unwissen-heit der Araber mag es leicht möglich geworden seyn, daß eisMann von Ansehw eine von dem bisherigen Glauben ganz ver-schleime Lehre ausbreiten und sie dem großen Hausen annehmbarmachen konnte. Mehr noch als dies mag aber wohl die Aussichtauf reiche Beute beigetragen haben, daß sich ein Verein mehrererarabischen Stämme gebildet, der in wenigen Jahren so mächt-ggeworden ist, daß seine Herrschaft sich von Mecca an bis an denpersischen Meerbusen und bis zu» Mittelpunkt des sogenanntenglücklichen Arabiens erstreckte. Dem Stifter der Secte, AbdulWayeb, folgte fein Sahn Abdul Ajis oder Hazis in der geistlichenund weltlichen Gewalt, die er beide sehr vergrößerte. Wie Mo-hammed breitete er die neue Lehre mit Feuer und Schwert aus.Zwei Armeen, die der Pascha von Bagdad gegen ihn sendete.