Winckelman» 6z §
Frieden, und über den vortrefflichen Auffand des rusllschen Heers,im I. igiz, als Kevner und Augenzeuge bemerkt. Er erklärt sichlebhaft für Rey, dem die Capitulation von Paris hätte Schutzgewähren sollen. Dann zeigt er das Üo.rgewicht der pöiitische»und militärischen Stellung Rußlands in Europa und Asien seit1315, so wie dessen um sich greifenden Einfluß auf den Welthan-del im Westen von Nordamerika. Endlich beurtheilt er die Stel-lung der übrigen Mächte, Frankreichs, Österreichs, der Pforte undEnglands, Nur sind mancke feiner B>hauptungen vielmehr un-bestimmte Annahmen, als gründliche Entwickelung gus erwiesenenThatsachen. Außer den schon gen nnten Schriften von Sir Ro-bert Wilisn sind noch von ikm anzuführen: An kngnii ^ inro rstskresent 8 rare ok tl>e lVIünaiv ok rl:s Ilririolr Oinpiis,
Igc> 4 , und Account ok rlrc Larnpai^ns in poianä in Igo6 snll 7 ,warst Kenia ist» an tsts Estaiactei anst Loniziosirion ok tstvkussiLN Aira) . 4. Igti. kl.
Winckeimann rÄdbavn Joachim) Dieser um Kritik undGeschichte .er Kunst, so wie um das Studium der Antike unsterb-lich verdiente Gelehrte war den yter. Der. 1717 zu Stendal inter Altmark als der Sohn eures armen St-uhmacherS geboren»Luch die äußerste Dürftigkeit konnte leine 'ruh erwachte Neigungzum' Stubiren »ich» unterdrücken. Er besuchte die Schul« seine-Geburtsorts, de cn würdiger Rectvr ihn bald lieb gewann und zrtsich ins Haus n hm; und als dieser alte Lehrer bcind geworden,war Winckeimann sein Fahrer und Vorleser und genoß dafür seinerbelehrenden Unterhaltung. Mit einem gute» Grunde im Grie-chischen und Lateinischen ging er 1735 nach Berlin auk da» kölni-sche Gymnasium und wanderte von dort nach Hamburg, um au-des berühmten FabriziusBibliothek einige alte Ci güt'.r zu erstehe)»,wozu er das Geld unterwegs bei Pfarrern und Gutsbesitzern er-bat. Iu Ostern 17Z8 bezog er die Unrversirär Halle; er lebtewährend seines zweijährigen Aufenthalts daselbst von einem kleinenStipendium und Unterstützung,»». Da ihn das Studium der altenLiteratur und der schönen Wissenschaften mehr anzog, als die Theo-logie, so sernachläs lgre er die Colleg» n. besuchte aber desto flei-ßiger die Bibliotheken und ^beschäftigte sich mit den iliten. Nacheinem mißlungenen Versuchs Paris und Rom zu besuchen, war ei;«in Jahr (1741) Hofmeister bei dem Rittmeister von Grollmannzu OstcrSurg, besuchte sodann Jena, wo er Italienisch und Englischlernte, und ging 1742 als Hauslehrer zu dem Oberamtmann Lam»precht in Heimersiebe» bei Halberstadt. - Hier beschäftigte er sichvornehmlich' mit Geschichtsstudien, Im I. 174z erhielr Winckel-mann das Conreclorat an der Schule zu Seebausen in der Alt-mark. So niederdrückend auch seine Lage sowohl als seine Amts»btschiftigung hier war, so ertrug er sie doch g Jahr, währendwelcher er mit unermüdlichem Eifer seine Studien fortsetzte. ImI. 1748 wandte er sich an den Minzster Grafln von Bünou nachRothenitz bei Dresden, und bot sich »bm zum Bibliothekar an.Der Graf hatte bereits einen Bibliothekar, erklärte sich aber be-te»t, ihn als Biblkothekseeretär mit 80 Thlrn. Gehal» anzustellen»Wmckelmann nahm froh das Erbieten an. Er verlebte einigt^ahre ruhig und zufrieden, theils mit eignen Studien, theils mitArbeiten sur den Grafen beschäftigt. Die Nähe Dresdens mit sei-ncv reichen Kunstschätzen und die Bekanntschaft mit einige» Künst-eln». i«x. 4,e Aust. x. q.0