632 Winter (Jakresz.) >
nisten. 177z erhielt er bei Eröffnung des deutschen Theaters in 'Mannheim den ehrenvollen Ruk einos Directors im Orchester, wel-che Stelle er auch bei Versetzung des rdursurstlrchen Hoflagers von !Mannheim nach München an letzrerm Orte beihehielt. Er ist be- ^
reits einer der ältesten Componistcn, aber immer noch voll jugend-licher Kraft und Thätigkeit. Besonders für das Theater, sowohlin Deutschland als in Italien (wohin er mebreremal berufen unddaselbst sehr ge-chtet ist) hat er jehr viel geschrieben. Nur wenigeComponisten nennt die Geschichte der Tonkunst, deren Werke, wiehei Winter, den tiefen artistischen Kenner eben so sehr befriedigen,als sie auf das Gefühl des Richtkenmrs unmittelbar wirken. Kürdie Singstimme, das schönste und uns selbst verwandteste Instru-ment, das, von seiner ersten Bestimmung, auf das Herz des Men-schen zu wirken, oft nur zu sehr entfernt wirr, versteht er unüber-trefflich zu schreiben. Seine Deklamation ist rhetorisch richtig und !zseine Instrumentalbegleitung effektvoll. Unter reinen Comvosirionenerwähnen wir nur; I. Für die Kirche, i. Mehrere Missen, Gra-duale, Offerierten u. dergl 2. DiePilger aufEalfari, Oratorium fürMünch.n. Z. Betrulia likei-sra, Oraior. 179s für Venedig. 4.
Die Aiuferstehung, Cantate. 5. Die Erlösung des Menschen mituntergelegtem 8tat>->r innrer. II. Für das Lh ea ter. 1. Bel-lervfon, Melodr. für Mannheim, 1787- 2. Leonardo u. Blandine,Melodr. Z. Cora und ttlon-o, M loor. 4. Armida, Melodrammit Emiren. 5. Der Bettelstudent, Operette ü, Lnrons in Ilri-
Oj>. «er., italienisch für das Theater all' ^soensione zu Vene-dig, 1791. In demselben Jahre 7. adnriAane, Oz>. -er. für Neapel. ,
8. I kr»relli rivsli, Op. bnL, 1794 iür München. 8- DuS un- ,
terbrochne Opfertest, Oper, deutsch, auch ins Italienische übersetzt179Ü. y. I llne Veilovs, Op. lruik. für Wien. 10, Das Laby-rinth, Os>. i>uil, für Wien, 1798. n. Der Sturm, nach Shak-fpeare, 1799 für München. 12. Maria von Mantalban, ernsth.Oper, 1800, für München, iz Innierln», Op. 8er., franz., 1802,für Paris. 14. Castor und Pollux, ital Oper für London, iMZ.
15 Öolrnnl, Op «er. 16. Die Blinden, Oper. 17. l?ro«erpina, Ox.
«er. 18 O-il^xso, 6p. «er und viele andre. III. Für die Kam-mer, s) Sing stücke. I. piKinslione, Laut. L. ?irsnao eliebo,Oanr. I. Hector, (laut. 4. lAiies fle Osstro, Ornat. 5. Die Hochzeitdes Figaro, Cant. 6. ^Iiäromagoe, Osaik. 7. ?roAn« er klrilo-«ele, 6ant. 8- Gesänge am Clavrer. 9. Canzonetten, ital. u.deutsch. 10. Timoteo , oder die Macht der Töne, große Cantatenach Drvdens Llexandersfest v. Dr. Schreiber, ital. u. deutsch1309. H) Jnstrumentalsachen, Viele Concerte, Simfonic»,Quatuors, Quintetten, Eestetten u. s. w.
Winter, die rauhest« und kälteste Jahreszeit, welche mitdem kürzesten Tage (22. Dec.) anfängt und mir der Frühlings-Nachtgleiche (um den 21. März) endet. In der südlichen Halbkugelfällt er in die Zeit unsers Sommers. In der nördlichen Halbku-gel währt der Winter nur etwas über 8y, auf der südlichen hinge-gegen über 9z Tag«, weil der nördliche Winter in die Sonnennähe,der südliche aber in die Sonnenferne fällt, wo die Erde langsamergeht und also um so viel Tage länger verweilt. — Im gewöhnli-chen Sprachgebrauch »erstehen wir unter Winter die rauhe undkalte Jahreszeit überhaupt. In der heißen Zone findet in diesemSinn« gar kein Winter Statt; hier gibt «s nur eine Regenzeit,