Wlndebrsuk - Wmrec (Herer von- 031
-enden, zwischen welche sie fallen, zusammengesetzt, doch so, daßNorden und Süden allezeit vorangehen; sie heißen daher Nord-West (bl.W.), Nord: Ost (Hl.V.), Süd West (S.W.), Sud-Ost (S.O.). Diese acht Gegenden werden ferner rn zwei gleicheLdeile getheilt, und er entstehen nun acht neue Nebengegenden:Süd-Süd-West, WestSüd-West, West Nord-West Nord-Rord-W-st, Nord-Nord-Ost, Ost Nord-Ost, Ost Süd-Ost, Süd-Süd-Oß.Der Bogen des Horizonts, oder die rü Gegenden werden nocheinmal in der Mitte abgetheilt, und es entstehen nun noch andrelä Nebengegenden: Süd gen Westen, Süd-West gen Süden, u. s.w. Man"nennt diese Borstellung der Winde auch die Schiffs-ro se, weil die Seefahrer sie vorzüglich brauchen,
Windsbraut, ein heftiger, reißender Wirbelwind. Sohat Luther, Apcstelaesch. 27, 14. den griechi chen Ausdruck Wir-belwind überiezt. Das Wort ist jetzt im Hochdeutschen fast ganzveraltet. Die zweite Sylbe des Wortes, Bragit, ist von Brau-sen gemacht worden.
Winfried, s. Bonifaz der Heilige.
Wingolf war, nach der nordischen Mythologie (s. d. Art.),der Palast der Freundschaft und Liebe, der sich im Lsgard oderder Wohnung der Götter befand.' Klvpstcck hat daher einer Reihevon acht Liedern, in welchen er seine vertrautere. Freunde besingt,die er in diesem Palaste erscheinen läßt, den Namen Wingolfgegeben.
Winkel. Zwei Linien oder Flächen, die, von verschiedenenRichtungen ausgehend „einander schneiden, bilden in ihrem Durch-schnitte Winkel. Sind die zwei Linien oder Flächen, die denWinkel ausmachen und Schenkel desselben heißen, gerade, soentsteht ein geradliniger oder geradflächiger Winkel, imGegentheil ein krummliniger öder kru m m fläch i g er Win-kel. Die Auseinanderspannung der Schenkel des Winkels und alsoder Bogen, der von dem Schoeidepunkte, zwischen den Schenkeln,beschrieben und nach Graden gemessen wird, bestimmt sein Maß.Ist ein Schenkel des Winkels auf den andern senkrecht aufgerich-tet, so nennt man einen solchen Winkel einen rechten, die Ent-fernung der Schenkel eines solchen Winkels wird allemal yo Gradebetragen. Ein Winkel, der kleiner als yo> Grade ist, heißt ei»spitziger, und cinWinkel größer als -in rechter, ein stumpfer.Zwei Winkel, die auf einer geraden Linie neben einander sich be-finden, sind zusammen so groß als zwei rechte und haben zu ih-rem Maße 180 Grade; man nennt solche Winkel Nebenwinkel.Schneiden sich zwei'Linien oderFläche», so sind die einander gegen-üoerliegenden Winkel, «crtlcalwinkel, stets sich gleich. I>. k.
Wiwkelmejser, s. Astrolabium. .
Winter. (Peter von), königl. bayer. Eapellm.ister undRitter des Civilverdienstordens, gehört unter die berühmtestendeutschen Eomponisten. Geboren zu Mannheim im I. 1754, Sohnemes Brigadier der churpfälzr'schen Garde, erhielt er voin Hofmu-strus Maicr den ersten musikalischen Unterricht, und bildete sichunter der Leitung des ersten Bielinspielers Krämer so schnell aus,daß er schon als Knabe von 10 Jahren bei dem churfürstl. Hofor-chefler den Zutritt erhielt. Er zeichnete sich bald als Birtuos aufmer-rercn Instrumenten, besonders auf der Violine aus und bildetesich in Mannheim unter dem berühmten Abt Vogler zum Compo-