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Zenhter Band. To bis Z.]
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noch nicht als Lehrer zu sehen wünschten, wurde höher« Ortsder Ausweg oetrsffen, ihn in he» Stand zusetzen, ehe er als Leh,'rer zu Berlin aufträte, eine literarische Reche von einigen Jahrenmachen zu können Diese Reise hak er auch nunmehr angetreten.Über den Vorfall in Betreffseiner Habilftirung zu Berlin sind vonWirte und der Juristenfacultät einige Schriften gewechselt worden.Auch findet sich der Vorfall erzählt in den Zeiten von Voß.(Mit. literar. Anzeiger VII. Kuriositäten,)

Wittekind, ein berühmter Fürst der alten Sachsen und ei-ner ihrer vorzüglichsten Anführer im Kriege gegen Carl den Gro-ßen, deff.n Begebenheiten jedoch nur zum Theil bekannt find.Die Sachsen (s. d. Art.), ein zahlreiches und tapfres Volk, be-wohnten unter dem Namen der Ostphalen, Wcstphalen und En- .gern, zu welchen letzter« Wittekind gehörte, das nördliche Deutsch-land zwischen dem Rhein, -der Elbe und Nordsee, oder daS heu-tige Westpbalen und Niedcrsachsen. Sie'beunruhigten durch häu-fige Einfälle ihre Nachbarn, besonders die fränkischen Gränzen.Carl der Große beschloß daher, sie unter seine Herrschaft zu brin-gen- Selbst die Religion wurde als ein Bewegungsgrund dazugebraucht; Carl wollte die heidnischen Sachsen zum Christenthumdekehrens Der Krieg gegen sie begann im I. 772 und dauertebis 803, also Zo Jahre hindurch, mit Inbegriff verschiedenerWaf-fenstillstundsverträge, die Carl mit den Sachsen machte, wennneue Kriege ihn anderswohin riefen. Auch erlitten die Sachsenbei aller Tapferkeit häufige und bedeutende Niederlagen, weildie Franken durch bessere Kri-qskunst und Kriegszucht, durchzweckmäßigere Waffen und den guten Gebrauch derselben, «in gro-ßes Übergewicht über sie harten. Nach jeder Niederlage verlang-ten die Sachsen Friede» und versprachen Gehorsam. Abrr sobaldCarl sich mit seiner Kriegsmacht wieder entfernt hatte, griffen sieaufs neue zu den Waffen. So sing 'auch Wittekind 782 einenneuen Krieg an. Ein von Carl ihm entgegengeschicktes Heerwurde fast gänzlich aufgerieben. Carl kam nun selbst mit einemmächtigen Heere, und als ihm Wittekind, der sich nach Däne-mark geflüchtet hatte, auf sein Verlangen nicht ausgeliefert wurde,rächte ersichdafür durch eine bis zur Grausamkeit getriebne Strenge,indem er an einem Tag? 4500 gefangenen Sachsen die Köpfe ab-schlagen ließ. Durch dieses Verfahren wurden die Sachsen zurVerzweiflung und zu einem neuen Ausstände gereizt. Aber siewurden (78Z) in zwei blutigen Treffen bei Äetmold und am Hase.-fluß so geschlagen, daß sie fast keinen Widerstand mehr leistenkonnten. Carl versuchte- nun auch gelinde Mittel, und bewogdurch große Versprechungen die beiden Heerführer der Sachsen,Wittekind und Albia, sich ihm zu unterwerfen und das Christen-thum anzunehmen (785). Wittekind erhielt seine Besitzungen wie-der; wie Einige behaupten wollen, machte ihn Carl auch zum Her-zog von Sachsen. DurchBischdfe undPriester, die Carl den Sachsenschickte, und durch acht BiSthümer, die er in Wcstphalen undRiedersachsen stiftet«, suchte er die Sitten der Ratio» zu mildernund sie im Gehorsam zu erhalten. Dennoch empörten sich dieSachsen zu wiederholrenmalen, aber immer zu ihrem Nachtheil.Erst im I. 803 endigte der Friede zu Setz, der den Sacksen ver-schiedene Vorrechte gewährte, aber die Annahme der chrftiftchen Re-ligion zu einer der Hauptbedinguvgea macht«, diese blutigen, mite«n». »ex. 4 « Bog. x. 41