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b« Angriff gegen dir Schloßfront« gerichtet. Man brachte die fol.gende Nacht n Geschütze und in der Nacht vom zosten zum Ziste»December 7 Geschütz« in die BstterirN und beschoß die angegrif-fene Front« auf da« lebhafteste. Den Zisten baute man nocheine Mortierbatterie und ging mitreist einer flüchtigen Sappe, dieauch zugleich zur dritten Parallele diente, gegen da« Krankenhausvor. Den isten Januar Nacht« wurde da« Krankenhaus gestürmtund behauptet, die folgend« Nacht zum Besten der Belagerer ein»gerichtet und dann gegen den bedeckten Weg der scharfen Eckba»> stion vorgegangen, der bedeckte Weg couronnirt und am titen derAnfang des Brescheschießens gemacht. Da indessen ein sehr kal-te« die Arbeiten hinderndes Wetter eintrat, auch Munition undLebcnsmittel zu mangeln ansingen, so hätte die Belagerungschwerlich geendet werden können, wenn Nicht General Tauenzien,den Frost, welcher die nassen Gräben mit Ei« zu decken angefan-gen hatte, benutzend, di« Festung mit Sturm zu nehmen beschlos-sen hätte. Dieier Sturm wurde in der Nacht vom raten zum iztenJanuar ausgeführt, die Brücken und alle Außenwerke erobert, derHauptwall auf mehreren Punkte» zugleich angegriffen und erstie-gen und die Franzosen in da« von ihnen befestigte Schloß undSkathhau« zurückgeworfen. General la Poype hatte sich währendder ganzen Belagerung in der bombenfesten Sakristei des Schlossesaufgehalten; er capitulirte jetzt von dort aus, der seltenen Ehretheilhaftig, binnen eine« Jahres drei Belagerungen ausgehalten,und selbst nach Einnahme des bedeckten Wegs den Vorschlägen derVerbündeten kein Gehör gegeben zu haben. Zwei Adler, y6 Ca-nonen und 1500 Gefangene sielen den siegende» Preußen in diee Hände. Ihr Verlust während der Belagerung betrug 400, wäh-rend des Sturms 100 Mann. Das ganze Schloß und ein großerTheil der Stadt lag nach der Einnahm« in Trümmern, alle Vor-städte waren der Erde gleich. Die Gebäude der Universität wa-ren sämmtlich, theils durch preußische Kugeln, theils durch dieAer-störungSsucht der Franzosen, unbrauchbar geworden, und fast dasganze Personale derselben nach Schmiedeberg geflüchtet. DieseGründe, und vorzüglich die günstige Lage Wittenbergs al« Vor-mauer von Berlin, welche die Erhaltung und Vermehrung ihrerFestungswerke durchaus nöthig macht, bewogen den König vonPreußen, dem nach dem Friedensschlüsse die Stadt von Sachse»abgetreten worden, die Universität mit der in Halle zu vereinigen,«n ihrer Stelle aber in Wittenberg zum Andenken Luthers ein gro-ße- theologisches Seminarium zu errichten. ? —r.
Witthum (lat. Dorslirium, sranz. Donair-s)., überhauptda«, was ein Ehemann seiner Frau, auf den Fall, daß sie Wittwewerden sollte, zu ihrem Unterhalte aussetzt. Besonders wird eSvon Wittwen höher» Stande« gebraucht, und bedeutet das, wa-, eine solche Wittwe, entweder vermöge dir Ehestiftung, oder nachden Rechten zu erhalten hat, um standesmäßlg leben zu können.Es wird bisweilen auch Seibgedinge (s. d. Art.), Leibgut, Leib-zuckt, genannt; wiewohl das Lelbgedittge im engern Sinne eine»Theil des WitthUms ausmacht. Witthum nennt man nicht bloßda« zum Unterhalte ausgesetzte Kapital, sondern auch, besonder«bei Wittwen Höckern Stande«, das Grundstück (Schloß, Ritter-gut rc.), auf welchem die Wittwe ihren Sitz, und von Hessen Er-tragt sie ihre» Unterhalt haben soll. Es wird zuwotlÄi in d«!
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