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Würtemberg

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wo bl» Österreicher unter Alvinzy geschlagen würbe», hatte auchdie nachtheiligc Kolae, daß M-ntua enger eingeschlossen wurde»Der Verlust der Schlachten bei Rivoli und bei der Favorite un»weit Mantua (d. 14. u. -.6. Jan. 1797) verschlimmerte die Lagedieser Festung, von deren Schicksal auch das Schicksal Italiens ab-zuhängen schien. Die Unmöglichkeit eines Entsatzes, Mangel anLebensrnitteln und besonders der gänzliche Mangel an den noth-wendigen Arzneien bei eingeriffenen Seuchen nöthigten endlich denFeidimarlchall Wurmsex, am sten Februar Mantua, nach einerWlokadc von neun Monaten, an den französischen General Serru-rier zu übergeben. Für Wurmsern war die Capi'lulation sehr eh-renvoll, und der französische Obcrgeneral Buonaparte ließ ihm inseinem Berichte an das Direktorium alle Gerechtigkeit wiedersah»ren. Der, unglückliche aber verdienstvolle 73jährige Held gingnach der Übergabe von Mantua nach Wie», und wurde zumcommandirenden General in Ungarn bestimmt. Ehe er aber nochdiesen Posten antreten konnte, starb er zu Wien am Listen Augustan den Folgen der in der hartnäckigen Vertheidigung von Man-tua sich zugezogenen Krankheit- Außer dem Ruhme eines tapfernund einsichtsvollen Feldherrn gebührt ihm auch das Lob eines«delmüthigen und freigebigen Mannes. So gab er auch einen Be-weis seiner Toleranz dadurch, daß er in Prag zuerst eine» Got-tesdienst für die protestantischen Militärs einrichten ließ, ehe nochdie dasigen Lutheraner ihren eignen Gottesdienst erhielten.

Würtemberg (Königreich). Kein größerer Staat inDeutschland, keiner in ganz Europa ist wohl auf eine so eigen-thümliche und einzige Art entstanden, als das Königreich Wür-temberg, oder wie man ehemals schrieb, Wirecmberg. Man hat,vorzüglich in früherer Zeit gar viel über die Entstehung des Na-mens vermuthet und geschrieben, und Würtemberg ist gleichbedeu-tend mit Rumspcrg oder Frauenberg gemacht worden, oder hatman es von Virotungen, einem allcmannischen Gaunamen, abge-leitet, ohne daß sich jedoch irgend ein Resultat ergeben hätte. 80viel ist gewiß: Würtemberg war ursprünglich der Rame einerBurg des Snweit Stuttgart am mittleren Reckar gelegenenStammhauses; von da wurce es Familienname, dang der Nameeines Herzogthums; endlich des Königreichs. Im clftn Jahr-hundert, zur Zeit Kaiser Heinrichs IV. nennt die Geschichte zumerstenmal Herren von Würtemberg, überhaupt zum erstenmal denNamen Würtemberg; bis zur Mitte des iztcn Jahrhunderts kommtdie Familie nur hie und da gelegentlich wieder zum Vorschein, undes kann 15 bis 20 und noch mehrere Jahre anstehen, ohne daßihrer und ihres Namens auch nur einmal Erwähnung geschieht; end-lich von der Mitte des uzten Jahrhunderts an werden in ununter-brochener Reihe Vater und Söhne und Enkel hinter einander ge-nannt, und die Geschichte Schwabens ist, voll ihrer Thätigkeit undihres auf einen bestimmten Zweck hinzielenden Wirkens. Wo siezum erstenmal Herren von Würtemberg uns vorführt, nennt siedieselben nicht Grafen, dagegen aber alle spätern. Auch gabes nie eine Grafschaft, die'so hieß, und es ist unwahrscheinlich,wenigstens ohne geschichtlichen Grund, daß Kaiser Heinrich IV. zurBelohnung treuer Dienste die Familie mit der Grafschaft Würtem-berg belehnt habe, so wie die Hohenstaufen mit dem schwäbischenHerzogthum. Die Herren und (Prüfen von Würtemberg find nicht

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