Würtemberg 68z
hungen seiner ihrem Fürsten und Vaterland ganz hingegebenenS'catswänner, Burkhard und Varenbuhler, verdanktWürtemberg seine gänzliche Wiederherstellung im westphälische»F-,-den, der man Schwierigkeit auf Schwierigkeit von allen Sei-ten in den Weg legte. Allmählig erholte sich da« Herzogthun»wieder, und obsckon bald nach dielem auch die Zeit Ludwigs XIV.von Frankreich drückend für dasselbe ward, schon wegen seiner La-ge, obsckon Melac und andere Mordbrenner dieses Königs darinwütheten und zerstörten, dem Jammer des zojährige« Krieg«kam diese neue Noth auch nicht von ferne gleich. Den »«se-ligste Einfluß Ludwigs XIV. war, daß Würtembevg eine inihrer Art einzige und mehr denn verderblich» Mätreffenregie-rung, jene der Frau von GrLvenitz, unter Herzog EberhardLudwig, hauptsächlich dem Beispiel desselben zu danken hat. Seitdem spanischen Guccessionskrieg hatte dar Herzogtzhum vor äußernFeinden Ruhe bis zu den Kriegen der französischen Revolution;nur einmal zogen fremde Heere durch, während des zweiten schle-sischen Kriegs; am dritten nahm Herzog Carl, nicht zum Ruhmseiner Waffen, lebendigerm Antheil für Maria Theresia aus Lau-ne und jugendlichem Übermuth und wegen reicher französischerHülfsaelder, die ihm bezahlt wurden, ahne daß das Herzogthumbeträchtlich dadurch gelitten hätte. Überhaupt war die zweiteHälfte der Regierung dieses Herzog« eine der schönsten Zeiten deSLandes; schöne Kunst und Wissenschaft gedieh; noch jetzt sprichtman überall mit Achtung von seiner Carls - Akademie in Stutt-gart; alle Künstler, deren Würtemberg sich bis diesen Tag rühmt,verdanken ihre Bildung seinen Anstalten. Trotz des früheren Pres-sen« und VergeudenS war ein blühenderer Wohlstand im Herzog-tbum al« zu seiner Zeit, von den Soger Jahrgängen des letztver-flossenen Jahrhunderts an. Die Bevölkerung stieg bis auk6on,aoc>Menschen, und B-deutendes war zur Vergrößerung desselben wäh-rend der ganzen Zeit d-r Herzoge nichts geschehen, als was Her-zog Ulrich von der Pfalz eroöert, Her;og Friedrich für großeSummen bei lang fortdauerndem Widerspruch des badischen Hau-ses, von einem Markgrafen erkauft harte. Ohne Einfluß auf dieLandesreligion war, daß von rrzg—I7y7 katholische Fürsten, CarlAlexander, und seine drei Söhne, Carl, Ludwig und Friedrich,insgesammt mit dem Beinamen Eugen, regierende Herren waren.Der letzte von ihnen, Friedrich Eugen, von dem die ganze jetztvorhandene würtembergische Familie abstammt, ward der Gemahleiner preußischen Prinzessin; er ließ seine Kinder wieder lutherischerziehen, und mit seinem ältesten Sohn und Nachfolger, dem neu-lich verstorbenen König Friedrich, begann nicht nur in dieser,sondern in jeder Hinsicht eine neue Periode für den wärtembergi-Staat, — Schon, unter Friedrich Eugen hatte die französische Re-publik die überrheinifchen Besitzungen des Haules sich einverleibt;schon unter ihm war das Herzogtkum von französischen Völkern ab-wechselnd besetzt und wieder aeräumt worden; auch war schon un-ter ihm von Entschädigung Würtemberg« für das Verlorne und indem Kriege Erlittne auf dem Friedenskongreß zu Rsstadt die Redegewesen; der Sohn kam in dieselbe Lage wie der Vater; aber ihmtrug nun auch, nachdem sich ihm endlich sein Horizont erheiterthatt«, der Friede von Lüneville ( 8 . Febr. 1801I und d.«r Reichs-deputstionsschluß (25. Februar ihoz) herrliche Früchhe. Jetzt