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Würtemberg kn den Wehen ihrer Wiedergeburt. Tuch in andrerHinsicht sind die Schicksale des. Herzogthums zum Theilhöchst merkwürdig. Der erste Herzog rühmte ii-b vor Kaiser uvdReich, daß «r im dichtesten Wald sicher im Schooß jedes seiner iUnterthanen zu übernachten sich getraue; den zweiten konnten feineRäthe, Diener und Beamten auf immer von Land und Leuten ver-jagen.; Ulrich (s. d. Art.), dem druckn Herzog, nahm der schwäbi-sche Bund das Herzogthum, und.verkaufte es geradezu an dieösterreichischen Bruder Carl V. und König Ferdinand. Währenddieser österreichischen Regierung waren die verderbliche» >Unruhendes Bauernkriegs. Nach r^jäbrlger Enrs,rnung erobert es Ulrich Iwieder, allein «»muß es als österreichisches Afterlehn anerkennen.Da führt er das Luther.thum ein, wird in Folge dieses SchrittsMitglied deS-schnnlkaldsschkn Bundes, und verliert es nach d-munglücklichen Kneg beinahe zum zwertenmale an König Ferdinand,der ihn der Felonie gegen sei» Haus anklagte. Herzog Christoph,Ulrichs Sohn, gelang die Rettung desselben, jedoch ohne des As-terlehns loswerden zu können, nachdem Moritz von Bachsen sicherhoben hatte. Dje Lage des Herzogthums vom Anfang bis indie Mitte des i6t«n Jahrhunderts war oft schrecklich, während dieWanden des schwäbischen Bunds, Österreicher, Hessen, tolleBauern und Spanier darin wirthschafteten. Durch d-n Schadenseiner Vorfahre» gewitzigt ruhte Herzog Friedrich I. nicht, bis erd>s Lfterlehns ledig war, 1699; Österreich behielt sich nickts vor, ials die Nachfolge im Herzogthume, wenn der würtcmbergifche !Mannsstamm ausgestorben wäre. Diese Befreiung kostete dem !Lande eine schwere Summe; ader gut war es, daß im zofährigenKriege, der nun bald ausbrach, Österreich nicht auch noch vondorther Ansprüche an Würtemberg machen konnte. Dieser zojäh- ^rige Krieg ist der traurigste Zeitraum in aller würtembergische» jGeschichte. Schon den guten Herzog Johann Friedrich neckte und ^drückte man von Seiten der Catholiken auf alle Weise; feinem !noch minderjährigen Sohn, Eberhard III., nahm man sogleich nach jdes Vaters Tod durch das Restitutionsedict alle kerne Klöster, undgab sie Mönchen und Nonnen wieder; und als er, zwar nicht denJahren und dem Charakter, sondern nur dem Namen nach mün-dig war, beraubte man ihn nach der Schlacht bei Nördlsngen(16Z4) auch des noch übrigen Herzogthums, weil sein Oheim undVormund zu den Schweden gehalten und nach österreichischem Gutsich hatte gelüsten lassen, und er selbst noch nicht von ihnen abgc- >treten war. Glücklich hätte sich das Herzogthum preisen mögen,wenn der Kaiser es nur als eroberte« Land behandelt hätte; alleines ward zerrissen und zerstückelt. Minister, Generale und derErzbischof von Wien erhielten es theilweise zum Geschenk, nachander»! griffen Bayern, Würzburg, die Erzherzogin Claudia vonÖsterreich; wem der Rest gehören sollte, wußte Niemand. DieBergvsste Hohentwiel, von Widerhold vertheidigt, kam alleinnicht in Feindes Hand. Innerhalb sieben Jahren, v»n 1634 —1641, sank die Bevölkerung Würtembergs von ungefähr 400,000Menschen auf 48.000 herunter; wer fliehen konnte, war entflo-hen; die andern hatten Krieg, Pest uud Hunger weggerafft; Städteund D-'örfer lagen ganz oder größtcntheils in Schutt und Asches .der so angebaute, fruchtbare Boden öd und wüste. Nur dem gu- !sei» Willen der Schweden und den redliche» unverdrossene» Bemü« ^