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stur einiger fruchtbaren Jahre bedarf er, -an» werde» ihm auchseine Schulden nicht mehr beschwerlich fallen, und der l urch den Druckder letzten Zeit gesunkene Wohlstand ieiner Einwohner wird sich,zumal unter der gegenwärtigen Regierung, schnell wieder empor-heben- — König Wilhelm, sein Sehn und Nachfolger, unter-zog sich mit der reinsten Gesinnung der Vollendung des Werks,das vom Vater, wir lassen unentschieden, warum? angefangenworden war. Das Königreich sollte das war kin Wille, em«den Verhältnissen der Zeit und des Volks in jeder Hinsicht ange-messene Verfassung erhalten. Schon als er im öffentlichen Mani-fest seinen Unterthanen den Antritt der Regierung kundthat, machteer sie bedeutungsvoll auf die Rechte des tübinger Vertrags,' alsdie Basis der ganzen Verfassung des Ehemaligen Herzogthums» auf-merksam, auch der erneuerte »ud auf ganz WKrtemherg ausgedehnt«Werfaffungsvertrag müßte sie zur Grundlage erhalten. Weil dieVorarbeiten dazu noch nicht gänzlich vollendet waren, so vertagteer einstweilen die Versammlung um dem verarmten Land die sobedeutenden Kosten ihres noch länger» unnützen Beifammenseynszu ersparen, mit der Erklärung, daß, was noch vorzubereitenwäre, beschleunigt und dann die Stände sogleich wieder zusam-menberufen werden sollten. Das Geschäft wurde mit Eifer, dochdem König, der sein fein-m Volke gegebnes Worr baldigst lösenwolltesi kaum eifrig genug betrieben, ob er gleich selbst diese Zwi-schenzeit zu sehr vielen wohlthätigen Verfügungen benutzte, welch«Zeugnisse sind von der landcsväterlichsten Gesinnung. Endlichward derVerfassungsentwurf fertig. Er liegt vor den Au-gen der Welt. Welche herrlichen Rechte bewilligt er dem Volk;wie ist alles darauf angelegt, es politisch zu bilden; in wie vie-le» Hinsichten beschränkt er die zeither unbeschrankte königlicheMacht. Aber mit Freuden ging der König alles ein, weil er esso als Recht erkannte. Am zten März des Jahr-s izi? Eröff-nete denn auch er in Person die Versammlung der Stände, über-gab ihnen den von ihm selbst gebilligten Verfaffungs'entwurs seinesGeheimenraths, erklärte feierlich, daß er nur das Beste wolle,«der auch unabänderlich entschlossen sey, in nichts gegen seine Über-zeugung einzuwilligen. Zugleich ging der Hof den Ständen zu-vorkommend mit Zutraulichkelt entgegen,' und ließ nach alter Sitteden Landtag mit einer religiösen Feierlichkeit beginnen; wahrlichnicht darum, nur unter der Maske der Religion desto sicherer zutäuschen, oder durch Höflichkeit die Einberufenen zu bestechen,sondern bei dem, was den Königen wie den Völkern das Heiligsteist, den Ernst seiner redlichen Absicht zu bezeugen und durch Zu-trauen Zutrauen zu erwecken. Nur das wahrhafte Interesse «esVaterlandes, wünschte der edle König, möchten die Stände., al-les andere beiseite setzend, gemeinschaftlich mit ihm im Auge ha-ben. Allein so manches geschieht gegen Erwarten und wirklichunbegreiflich! So auch hier. Zwar hatte das unbefangene Volkaller Orte unbedingt sein Wohl in die Hände seines Königs nie-dergelegt ; zwar freute sich mancher wohlmeinende Mann vom ge-dildetern Publikum der väterliche» Anerbietungen seines Königs;zwar bewunderte man sie auswärts, und hätte überall, wo mannachzudenken fähig war, mit beiden Händen danach gegriffen;selbst bedenkliche Äußerungen hörte man von außen her, als wärezu viel geboten worden — «stein die Bewohner Stuttgarts- auf-