Zach Zacharia 715
Eonstantkn, wieder'ein. — Auch die ehemaligen Fürsten der demrussischen Scepter nun unterworfenen Länder Grusien (Georgien)und Jmirette führten den Titel als Zaare.
Zach (Franz Freiherr von), geb. zu Preßburg am qten Ju-nius 1754, einer der ausgezeichnetsten Mathematiker und Astcons».men unserer Zeit. Ex wurde 1804, nachdem er zuvor in öster-reichischen Kriegsdiensten gestanden und sich einige Zeit in Londonaufgehalten harte, mit dem Charakter eines ObristlieutenantsOberhofmnster der, zu Eisenberg wohnenden verwittweten Herzoginvon Sachsen - Gotha, die er auch von diesem Jahre an bis Endedes Sommers 1805 auf einer Reise durch Frankreich begleitete.Er führte mit rühmlichen Eifer und zum Besten der 'Wissenschaft,der er sich gewidmet hatte, die Direction der Sternwarte bei See-berg von 1737 an, welche er jedoch tm Sommer igoü niederlegte.Er hat seine Wissenschaft besonders durch treffliche Schriften geför-dert und erweitert, worin sich Gründlichkeit mit Faßlichkeit undKlarheit der Darstellung und des Bortrags vereinigen. Bekanntin einem weiter» Kreise sind seine: Geographischen Ephe-meridcn, so wie die Fortsetzung derselben unter dem Titel: Mo-natliche Corretpondenz zur Beförderung der Erb-lind Himmelskunde. Überdies, hat er über einzelne Beobach-tungen am Himmel gehaltreiche Abhandlungen herausgegeben, auchfinden sich in mehrern Zeitschriften, z. B. in der gothaischen ge-lehrten Zeitung, treffliche Arbeiten von ihm.
Aachariä (Just Friedrich Wilhelm), Professor der Dichtkunstam Carolinum zn Braunschweig, geboren 1726 zu Frankenhausenim Fürstenthume Schwarzburg. Er studirte von 174z an zuLeipzig die Rechte, beschäftigte sich aber fast ausschließlich mit derschönen Literatur und der Dichtkunst. Durch das Beispiel seinesVaters, eines Rechtsgelehrten, der ein beliebter Gelegenhektsdrch-ter war, veranlaßt, hatte er sich frühzeitig als Dichter versucht.Sein erstes größeres Werk war: der Renommist, ein komi-sches Heldengedicht, das erste dieser Art in Deutschland; es isteine Nachahmung nach Boileau und Pope, hat aber viel lln-vollkommenheiten. Gottsched machte dieses Gedicht zuerst in denBelustigungen des Verstandes und Witzes bekannt, und hat we-nigstens das Verdienst, auch diesen Dichter aufgemuntert zu ha-ben. Aber Aachariä trennte sich, wie andere gute Köpfe, baldvon Gottsched, und kam in Verbindung mit jenen vorzüglichenund geistvollen jungen Männern, die sich damals in Leipzig zu-sammen gefunden hatten, und die als die Urheber eines bessernGeschmacks in Deutschland anerkannt sind. Der Beifall, mit demZachariä's erstes komisches Gedicht aufgenommen worden war, er-munterte ihn, in dieser Gattung fortzufahren, und so entstandennach und nach seine andern komischen Heldengedichte, Phaetsn,das Schnupftuch und Murner in der Hölle. NachdemAachariä sich ein Jahr in Göttingen aufgehalten hatte, wurde er1748 Lehrer am Carollnum zu Braunschweig, und 1761 Profes-sor der Dichtkunst; es. wurde ihm auch die Aufsicht über die Buch-handlung und Buchdruckerei des Waisenhauses daselbst aufgetragen,die er, nebst der Herausgabe öffentlicher Blätter, mehrere Jahrehindurch besorgte. Er zeigte als Lehrer und als Sch.iftsteller sehrviel Thätigkeit. Seinen Ruhm als Dichter hat Aachariä vorzüglichseinen komischen Gedichten zu verdanken. Richt ohne Glück hat