Zähne 719
schmerzhaften Zähne. Dr indessen die Zähne in dieser Krone einekleine Höhle habe», worin ein zartes Kerzen? und Blutgefäßchenliegen, so können auch leicht Kcankheits ch irfen darin eine Ent-zündung und Verderbniß des Zahnes von innen heraus erregen.Vorzüglich werfen sich leicht Rheumatismen, Gicvr, veuerischeSchär-fen auf die Zähne. Um die Zähne gesund zu erhalten, mutz mansich daher vor zu heißen, wie vor zu kalten Getränken undSpeisen hüten; am meisten den schnellen Wechsel der Temperatur,ferner altes Zerbeißen sehr härter Körper, das Zerknack,!, vonNüssen meiden, keine Faden abbeißen, keine Knoten aufbeißen;weil die Zähne durch das erstere im Schmelz beschädigt werden,und das letztere sie bis tief-in die Zahnhöhle erschüttert uno lockermacht, und der unterste Theil ihrer Wurzeln eine Substanz hat,die unter dem Namen der hornar.trgen weicher als die ü regeist, mithin dadurch unmittelbar leiden kann. Sehr starke Säu-ren aller Art lösen den Schmelz der Zähne auf, und müssen dahersorgfältig vermieden werden. Süßigkeiten scheinen ihnen, inwie fern sie durch Gahrung Säure entwickeln, auf gleiche Weisenachlheilig zu werden. Alle llahntincruren, iie Säure bei sichhaben, schaden daher in der Lange auf die empfindlichste Weise,ob sie schon für den Augenblick die Zähne rein machen. Da derSchmelz durch rauhe, spitzige Dinge beschädigt werd.» kann, sosino auch alle metallene Zahnstocher, das Stochern mit Nähenadeln,Zahnpulver von Bimsstein, Korallen, Crnnortartari rc., Dinge,die mn> sorgfältig verme-de» muß. — Leute, die viel Fleisch,w«nig Brot genießen, nicht die allerbeste Verdauung haben, Ta-bak rauchen, finden, daß der Schleim>im Munde sich an den Zäh-nen ansetzt, und den Weinstein erzeugt: ein Niederschlag jenerim Schleim enthaltenen erdigen Theile; er nimmt vorzüglich diePunkte des Zahnes ei», welche bei dem Essen am wenigsten irrBerührung kommen, also die untern Theile überhaupt, dann dieliefern, zwischen Krone und Hals tzelegenen, vom Zahnfleischbegränzten Punkte. Das Zahnfleisch wiro nach und nach dadurchabgetrennt, Verderbniß, häßlicher Geruch aus dem Munde sind dieunausbleibliche Folge. Um tüm zuvorzukommen, muß mantäglich die Zähne mit einem guten Zahnpulver, lauem Wasser undeiner harten Zahnbürste reinigen. Wo er schon ist, muß man ihnvom Zahnarzt« entfernen lassen, und dmn dre Wiederteyr aufgleiche Weise verhüten. Den Brand an den Zahnen kann manoft noch durch Ausfeilen der brandigen Stelle ent-ernen, oderdurch Arzneien, Ptombiren aufhalten, so, daß der Zahn nochviele Jahre gebraucht werden kann. Äre berthmtcsfln Zahnpul-ver für die Reinigung der Zähne sind das Hufe l« n d i sch n, dasC. Schmidtische, das von O. Kecker in Leipzig, da>s Un-serm an Nische u. s. f. — Da die mit dem Brande der Zähneentstehenden Schmerzen oft unerträglich sind, und auch außerdemdergleichen Schmerzen entstehen, sollst das Herausn-Hmen derselbeneben so gewöhnlich, als der Verlust der angefressenen Zähne durchallmähligeZerstörung auch daist, wo sie nicht herausgenommen wer.den, und je wichtiger sie doch für Sprache rc. sind, desto mehrdachte man darauf, diese» Verlust durch künsteiche Zähne zu er-setzen. Man bediente sich dazu gewöhnlich der Menschenzähne auSLeichnamen gesunder Menschen; jetzt macht man sie aus Wallroß?,aus Kuhzähnen, Elfenbein; indem der künstliche Zahn entweder