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Zenhter Band. To bis Z.]
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7rr Zampkri Zannottt

schen Provinz erinnert, der, vor etwas mehr als hundert Iah.ten, die auf den Ehebruch gesetzte Todesstrafe abschaffte, weil ersich bewußt war, daß er diese Strafe mehr alt einmal tu leidenschuldig gewesen wäre. Das Beispiel strenger Gerechtigkeit, dasZalcucus dadurch gab, soll, nach der Versicherung der Schriftstel-ler, die Folge gehabt haben, daß man, so lange er lebte, vonkeinem Ehebrüche zu Locris etwas hörte. Um seine Gesetze im-mer aufrecht zu erhalten, verordnete Zaleucus, daß jeder, der ei-nen Borschlag zu einem neuen Gesetze machen wollte, mit einemStricke um den Hals erscheinen sollte, bannt man ihn sogleich er-drosseln könnte, wenn sein Vorschlag nicht für besser als das schonbestehende Gesetz befunden würde.

Iampieri (Domcnico), bekannter unter dem Namen Do-me n ich in o, ein berühmter Mahler der lombardischen Schul«,geboren zu Bologna iggl. Er war ein Schüler von Ealvart —einem Niederländer, der zu Bologna eine Schule errichtet hatte— und der Earacci. Sein Talent entwickelte sich langsam, aberer ersetzte dielen Naturfehler durch unablässigen Fleiß und erwarbsich einen ausgebreiteten Ruhm. Seine Kunstgenoffen beneideten ihn,und erregten ihm manchen Verdruß. Aus Unmuth darüber, viel-leicht auch an beigebrachtem Gift, starb er zu Neapel lögt >mSofien Jahre. Zampieri war auch zugleich ein guter Architekt.Papst Gregor XIII. übertrug ihm die Aufsicht über die päpstlichenGebäude. Der Pallgst und die Garten der -Villa Aldobrandinizu Frascati sind nach seiner Angabe eingerichtet. Man schätzt inseine» Gemäblben vorzüglich die Composition... In Frescogemähld.nist er meisterdaft. Richt innrer so in Ölgemählden. SeineZeichnung ist groß und correct, besonders ist der Ausdruck in denGesichtszügen ganz vortrefflich. Für ein Meisterstück wird seinheiliger Hrervnynnis in einer Kirche zu Rom gehalten. Man er-zählt von diesem Gemählde eine Anekdote, die der Bescheidenheitdes Künstlers große Ehre macht. Er fand einst in derKirche, wodas Gemählde aufgehangen war, einen Mahler, der es cvpirte.Zampieri rieth ihm, eimgeFchler des Originals zu verbessern. DelMahler, der Zampieri nicht kannte, ward unwillig über dieseÄußerung, und bot ihm Pinsel und Pallerte an, um es selbst zuthun. Zampieri nahm die Ausforderang an, wendete dem Ori-ginal den Rücken z», und verbess-rte die angezeigten Fehler des-selben in der Copie des fremden Mahlers, der darob höchlich er-staunte. Aampieri's Originalgemählde werden nicht so gar häufigangetroffen; selbst die sonst so reiche dresdner Gallerte besitzt kerntderselben. Verschiedene seiner Gemählde sind in Kupfer gestochenmorden.

Aannotti (Francesco Maria). Dieser durch Geist und Ge-lehrsamkeit ausgezeichnete Mann war 1692 zu Bologna geboren,als der jüngste von achtzehn Geschwistern. Nach dem frühen Todedes Vaters, der als komilcher Schauspieler glänzte, empfing er«ine sorgfältige Erziehung bei den Jesuiten. Sein vielseitiger Geistbemächtigte sich mit Leichtigkeit aller Gegenstände des Unterricht»,vornehmlich der philosvrhtschen, physikalischen und mathematischenWissenschaften» und schon im I. 1718 übertrug ihm der Senatvon Bologna den Lshrstuhl der Philosophie an der dortigen Uni-versträt zugleich mit der B.-blisthekarstelle. Im I. 172z ward erGecretär und 1766 Präsident jenes Instituts, In diesem Zeitraum